Vor kurzem hat die Credit Suisse das Branchenbuch 2006 publiziert, in welchem die Research-Abteilung der Grossbank die Wachsumsperspektiven und Risiken der einzelnen Branchen präsentiert. Dabei kommt Sie für die Sparte "Druck und Verlag" zum Schluss, dass der Stellenabbau auch 2006 nicht zum Stillstand kommen wird -- vor allem vom Abbau betroffen ist die Subbranche des Druckgewerbes. Insgesamt ortet die CS in der Druck- und Verlagsbranche ein unterdurchschnittliches Wachstumspotenzial trotz forgeschrittener Strukturbereinigung.
Nach mehreren Jahren mit rückläufigen Erträgen sei die erhoffte Erholungsphase für das Druck- und Verlagswesen in der Schweiz bisher noch nicht eingetreten, so die CS. Der solide Aufschwung der Gesamtwirtschaft habe den Schrumpfungsporzess lediglich etwas verlangsamen können. Insgesamt aber lautet das wenig erfreuliche Fazit: "Der Schrumpfungsprozess sowie die damit verbundene Strukturbereinigung der Branche setzen sich fort, auch wenn dieser Prozess nun etwas langsamer abläuft als in den Jahren zuvor."
Als wichtigen Trend in der Verlagsbranche nennt die CS den Bedeutungsgewinn der audiovisuellen Medien sowie des Internets. Die traditionellen Wertschöpfungsstufen (Vorstufe, Druck, Weiterverarbeitung) würden im Zuge der Digitalisierung und Technologisierung zusehends aufgelöst. Dazu kommt: "Viele Unternehmen des Druck- und Verlagswesens haben ihre Angebotspalette um Produkte und Dienstleistungen erweitert, die bis anhin von Unternehmen in anderen Branchen -- wie beispielsweise Werbeagenturen und PR-Firmen -- erbracht worden sind."

