Die renommierte russische Tageszeitung "Kommersant" hat ohne Vorwarnung ihren ukrainischen Ableger in Kiew vorerst geschlossen. Grund ist Medienberichten zufolge die Weigerung, Moskauer Material über den russischen Einsatz auf der Krim zu veröffentlichen. Chefredaktor Waleri Kalnysch lehnte eine Stellungnahme am Donnerstag ab.
In Moskau begründete "Kommersant"-Generaldirektor Pawel Filenkow den Schritt mit massiv eingebrochenen Werbeeinnahmen. "Hauptanzeigenaufgeber bei der Zeitung waren Firmen aus dem Banken- und Automobilbereich. Mit Beginn der Ereignisse in der Ukraine wurde die Zeitung nicht nur perspektiv-, sondern hoffnungslos", sagte Filenkow der russischen Staatsagentur Itar-Tass.
Die etwa 100 Mitarbeiter erfuhren von ihrer Entlassung aus dem Internet. (sda)

