09.02.2017

Patricia Laeri

«Tele» entschuldigt sich für «misslungenen Titel»

«Vorsicht, kluge Frau», schreibt die Zeitschrift auf der Front. Gemeint ist damit die SRF-Moderatorin Patricia Laeri. Diese wehrt sich auf Twitter. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Journalistin gegen sexistische Vorurteile wehren muss.

«Vorsicht, kluge Frau – Sieht sie dann auch noch so gut aus wie Patricia Laeri, wird manches Weltbild erschüttert.» Diese Zeilen auf der Front der aktuellen Ausgabe von «Tele» sorgten am Donnerstag für Aufregung. Allen voran bei der SRF-Moderatorin selbst. «Liebes ‹Tele›, ich freu mich ja über das Kompliment», schreibt sie auf Twitter. «Aber gab es jemals schon ein Cover mit dem Titel ‹Vorsicht, kluger Mann›?»

Der «Tages-Anzeiger» konfrontierte das Magazin mit dem Sexismusvorwurf. «Wir wollten auf subversive Weise sexistische Vorurteile ansprechen», sagt Textchef Matthias Neu, der das Cover selbst getextet hat. Er wünsche sich generell mehr Reflexion und weniger Reflex, das habe er mit dem Cover erreichen wollen. Sexistisch sei das Ganze aber sicher nicht gemeint gewesen.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Laeri auf ihr attraktives Erscheinungsbild reduziert wird. Ende Juli 2016 wurde die Journalistin in einem Artikel der «Schweiz am Sonntag» als «Hobby-Model» bezeichnet. Im Interview mit persoenlich.com sagte sie dazu: «Berufstätige Frauen werden immer noch auf ihr Äusseres reduziert».

Bei «Tele» sieht man den Fehler ein. Auf Twitter entschuldigte sich die Zeitschrift am Donnerstag bei Laeri für den «misslungenen Titel». Das sei keine Absicht gewesen. (wid)


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KOMMENTARE

Urs-Werner Merkli
13.02.2017 10:27 Uhr
Die Frau Laeri ist wie viele andere bei SF einfach nicht gut. Versprecher und falsche Betonung entlarven die wahren Kenntnisse der Materie immer rasch
Anne Boxleitner
10.02.2017 11:19 Uhr
All die Reaktionen der männlichen Kommentatoren hier zeigen: Die Diskussion um die Headline ist absolut berechtigt. Würde der Titel so neben einem Mann stehen? Nein. Bei Frauen wird Kompetenz und Aussehen immer gegenüber und in Frage gestellt. Und solange das so ist, ist die Gender-Diskussion nötig.
Oliver Brunner
10.02.2017 10:08 Uhr
Der ganze Gender-Blödsinn, speziell vom Tagi angeheizt, nervt nur noch. Frau Laeri hat den Job sicher nicht wegen ihrer guten Noten in Ökonomie erhalten. Die Verlogenheit ist unglaublich, nur nicht zugeben, dass in einem visuellen Medium, das Aussehen an erster Stelle steht. Ich habe sie mal an einer Podiumsdiskussion erlebt - ziemlich enttäuschend.
Andreas Pfenniger
10.02.2017 08:58 Uhr
Ich bin schon lange der Meinung, dass Frau Laeri ziemlich überschätzt wird. Ihre Fähigkeiten als Moderatorin bei «SRF Börse» sind sehr überschaubar und das wird wohl auch der Grund sein, weshalb sie noch nie für 10vor10 oder andere grössere Aufgaben in Betracht gezogen worden ist. Sie wirkt meiner Meinung nach nicht besonders authentisch und man hat das Gefühl, dass sie zu den TV-Leuten gehört, welche nur dank Teleprompter funktionieren.
Dieter Widmer
10.02.2017 04:56 Uhr
In der Tat: Wenn Frau Laeri mit ihrer Rolle in der Öffentlichkeit umgehen könnte, hätte sie den Titel als Kompliment auffassen können. Abe bekanntlich liegt man, wie man sich bettet.
Stefan Martin
09.02.2017 20:21 Uhr
Ich hätte eine Idee... man könnte die Frau, die mit ihrer Rolle in der Öffentlichkeit wohl nicht umgehen kann, einfach nie mehr irgendwo erwähnen und allen ist geholfen!
Ruth Müller Byrne
09.02.2017 18:59 Uhr
wohlstandsverwahrlosung at its best! sind wir froh, haben wir keine grösseren Probleme. Oh Moment....
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