Viele Tessiner Politiker wünschen sich die freche Satirezeitschrift Il Diavolo zur Hölle. Die Blattmacher scheren sich den Teufel um diese Kritiken und feiern das zehnjährige Bestehen ihrer in Fronarbeit gemachten Zeitschrift. Ein "kleines verlegerisches Wunder" sei es, dass es ihr Blatt heute noch gebe, befand die Redaktion am Donnerstag an einer Medienkonferenz. Am bedrohlichsten war die Lage 1997, als der Verleger der Zeitung La Regione den Versand der Diavolo-Beilage wegen der missliebigen Karikatur eines befreundeten FDP-Politikers stoppte. Die Blattmacher setzten Himmel und Hölle in Bewegung, um den Diavolo am Leben zu erhalten. Seit 1998 ist die zweimal monatlich erscheinende Zeitschrift unabhängig und berichtet witzig und respektlos über die Geschehnisse im Tessin. Die Abonnentenzahl ist mittlerweile auf über 3000 angewachsen.
13.09.2001
Il Diavolo
Tessiner Satirezeitschrift feiert zehnjähriges Jubiläum
Der "Teufel" will in Zukunft Skandale aufdecken.
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