28.01.2020

Credit Suisse

Tidjane Thiam wehrt sich auf Instagram

Nachdem die NZZ am Sonntag Neues zur Beschattungsaffäre der Credit Suisse berichtete, meldete sich der CS-Chef über Instagram selber zu Wort. «Es ist nicht mehr die richtige Strategie, zu schweigen», schrieb Thiam in seinem Post auf Englisch.
Credit Suisse: Tidjane Thiam wehrt sich auf Instagram
Der CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam, will nicht mehr schweigen und äusserte sich auf Instagram über die neuste Berichterstattung zur CS-Beschattungsaffäre. (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

Laut der NZZ am Sonntag habe der Streit zwischen den beiden Top-Managern Iqbal Khan und Tidjane Thiam nicht mit einem Nachbarschaftsstreits angefangen, sondern wegen einem Personalkonflikt.

Offenbar forderte Tidjane Thiam den Leiter der internationalen Vermögensverwaltung der CS, Igbal Khan, dazu auf «schmutziges Material» über den 47-jährigen Claudio de Sanctis zu sammeln, da dieser als «Talent», so die NZZ am Sonntag, innerhalb der CS gehandelt wurde.

Dieses Gerede um den «Emporkömmling» de Sanctis soll bei Thiam Ängste geschürt haben. Denn der Geltungsdrang des CEO sei «unermesslich», und er teile das Rampenlicht nur ungern, wie eine anonyme Quelle der NZZ am Sonntag sagte.

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Noch am Sonntagabend hat sich der CEO der Credit Suisse selber auf Instagram zu Wort gemeldet: «Es tut mir leid, diese Meldung schreiben zu müssen. Aber das Mass an falschen Darstellungen, mit denen ich in den letzten Monaten umgehen musste, zeigt mir, dass es nicht mehr die richtige Strategie ist, zu schweigen», schrieb Thiam auf Englisch.

Weiter heisst es im Post, die Anschludigungen der Schweizer Sonntagspresse im Zusammenhang mit der Beschaffung von belastenden Material gegen Claudio de Sanctis seien «komplett falsch und diffamierend».

Die Medienstelle der CS äusserte sich gegenüber dem SonntagsBlick wie folgt: «Der in den Medien erhobene Vorwurf, wonach der Group-CEO angeordnet hätte, belastendes Material gegen Claudio de Sanctis zu suchen, ist falsch und rufschädigend. Er wird von Credit Suisse in aller Form zurückgewiesen.»

Warum nutzt Thiam Instagram für solche Statements? persoenlich.com hakte bei der Medienstelle der Credit Suisse nach, ob diese von Thiams Post im Vorfeld gewusst oder ihm sogar dazu geraten habe. Dazu liess ein Sprecher verlauten, dass sowohl Timing als auch Inhalt der beiden Äuserrungen von CS und Thiam identisch waren, sei «kein Zufall».

Weiter hiess es, dass Thiam diesen Kanal weiterhin nutzen werde. Dies deckt sich mit dem Instagram-Post, in dem der CEO schreibt, er werde sich weiterhin auf Instagram äussern, «wenn falsche Informationen sich in der Öffentlichkeit verbreiten». (lol)



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