25.09.2013

Fög

Twitternde Redaktionen machen vor allem Eigenwerbung

Vertiefungsstudie untersucht Social-Media-Kommunikation von Journalisten.
Fög: Twitternde Redaktionen machen vor allem Eigenwerbung

Eine Vertiefungsstudie zum Jahrbuch "Qualität der Medien 2013" (persoenlich.com berichtete) untersuchte die Twitter-Kommunikation von Redaktionen und Journalisten. Sie kommt zum Ergebnis, dass die Verwendung von Twitter durch die Medienredaktionen kaum einen publizistischen Mehrwert erbringt. Twitter werde von den Redaktionen primär als Promotionskanal für Beiträge aus dem eigenen Haus verwendet. Die Möglichkeiten zur Interaktion werden praktisch nicht genutzt. Die Twitter-Nutzung zeige damit deutliche Züge massenkommunikativer Einweg-Kommunikation mit Werbecharakter und werde dem Anspruch des Sozialen (Social Media) nicht gerecht.

Journalisten diskutieren medienkritische Fragen
Wenn einzelne Journalisten twittern, stellen die Forscher einen grösseren publizistischen Mehrwert fest. Es sei bei den Journalisten erstens eine stärkere Umweltoffenheit auszumachen. Es werde ein grösseres Quellenspekturm referenziert und die Kommunikation sei diskursiver, schreibt das Fög in einer Zusammenfassung der Ergebnisse. Zweitens diskutieren Journalisten auf Twitter vergleichsweise oft medienkritische Fragen. Doch auch hier steht nicht alles zum Besten, denn diese Medienkritik konzentriere sich auf die Erzeugnisse der anderen Verlage und bleibe in ihrer Reichweite stark limitier, d.h. sie wird nicht von reichweitenstarken Informationsmedien aufgegriffen und erreiche so das Publikum nicht. (pd/eh)


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