Das Medienhaus Ringier Axel Springer Schweiz übernimmt das Wirtschafts- und Finanzportal cash.ch. Dieses soll in Zukunft die Wirtschaftsmedien Bilanz.ch und Handelszeitung.ch ergänzen. Mit dieser Übernahme entsteht das grösste Wirtschaftsmediennetz der Schweiz. Gleichzeitig schliessen Ringier Axel Springer und der bisherige cash.ch-Eigentümer, die Bank Zweiplus, einen langfristigen Zusammenarbeitsvertrag ab.
«Eine starke Marke gewonnen»
Im Rahmen der Kooperation verbleibe das Bankkundengeschäft bei der Bank Zweiplus, teilte Ringier Axel Springer am Mittwoch mit. Bis anhin wurde cash.ch als Gemeinschaftsunternehmen von Ringier und Zweiplus geführt. Die Bankkunden würden von ihren bisherigen Beratern weiter betreut und hätten auch in Zukunft unveränderten Zugang zum Angebot auf cash.ch.
«Mit cash.ch haben wir eine starke Marke gewonnen, die unsere Wirtschaftstitel Handelszeitung und Bilanz im digitalen Bereich optimal ergänzt», wird Ralph Büchi, Chef bei Ringier Axel Springer, in der Meldung zitiert. Cash.ch bilde zusammen mit den anderen Wirtschaftstiteln des Verlags das digitale Wirtschaftsnetz. Dieses werde als solches bereits heute gemeinsam mit der Finanzplattform Finanzen.ch durch Admeira vermarktet.
Keine Änderungen im Redaktionsteam
Cash.ch wird in die Wirtschaftsmedien von Ringier Axel Springer Schweiz unter der Leitung von Nina Ranke integriert. Urban Scherrer, langjähriger CEO von Cash Zweiplus, verlässt mit der Übernahme das Unternehmen auf eigenen Wunsch und wird die Übergangsphase beratend begleiten.
Redaktionell wird cash.ch vom gleichen Team wie bis anhin bewirtschaftet. Das zehnköpfige cash.ch-Team zieht in die Büros von Ringier Axel Springer Schweiz im Medienpark in Zürich-Altstetten.
Zum Kaufpreis macht das Joint Venture von Ringier und des deutschen Medienkonzerns Axel Springer in der Meldung keine Angaben. Aktuell laufe noch die Prüfung der Übernahme durch die Eidgenössische Wettbewerbskommission, heisst es. (awp/sda/pd/as)

