14.12.2014

Affäre Geri Müller

Untersuchung wird auf Patrik Müller ausgedehnt

Der Chefredaktor hatte die Affäre erstmals öffentlich gemacht.
Affäre Geri Müller: Untersuchung wird auf Patrik Müller ausgedehnt

Neue Entwicklung in der Nacktselfie-Affäre: Der Badener Stadtammann und Grünen-Nationalrat Geri Müller hat die Anzeige ausgeweitet. Er verlangt, dass nun auch die Rolle von Patrik Müller untersucht wird. Der Chefredaktor der "Schweiz am Sonntag" war derjenige Journalist, der die Affäre Mitte August erstmals öffentlich gemacht hatte.

Keine weiteren Chefredaktoren betroffen
Andreas Meili, der Anwalt von Geri Müller, bestätigte entsprechende Meldungen der "SonntagsZeitung" und des "SonntagsBlicks". Der Ausweisungsantrag betreffe Patrik Müller. Gegen weitere Chefredaktoren seien keine solchen Anträge erfolgt und auch nicht geplant, sagte er zu anderen Informationen, die in der Sonntagspresse verbreitet wurden.

Die Strafuntersuchung wird von der Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland in Biel geführt. Sie betraf zuerst nur die Chatpartnerin von Geri Müller, wurde dann aber auch auf den PR-Berater Sacha Wigdorovits und Josef Bollag, den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Baden, ausgeweitet.

Zitate aus Chatverkehr
In allen vier Fällen geht es um den Chatverkehr, der zwischen Geri Müller und der Chatpartnerin ablief. Die Chatpartnerin wurde angezeigt, weil sie die privaten Gespräche ohne Wissen von Geri Müller aufgezeichnet hatte. Patrik Müller, Sacha Wigdorovits und Josef Bollag wird vorgeworfen, dass sie diese Gespräche verwendet, weitergegeben oder Dritten zugänglich gemacht haben.

Patrik Müller hatte in seinem ersten Artikel über die Affäre ein Tondokument erwähnt, das der "Schweiz am Sonntag" vorliege. Aus diesem gehe hervor, dass Geri Müller die Frau aufforderte, abzustreiten, dass sie mit ihm Kontakt hatte. Die Zeitung zitierte auch andere Passagen aus dem Chatverkehr von Geri Müller und seiner Chatpartnerin. (sda)



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