09.04.2019

Tamedia

«Venty» bringt Infotainment für Jugendliche

Nach dem Aus von «Tilllate» hat «20 Minuten» ein neues Jugendmagazin für 15- bis 25-Jährige lanciert. Die Macher sprechen von einer «attraktiven Plattform für Werbetreibende».
Tamedia: «Venty» bringt Infotainment für Jugendliche
Stehen bei «Venty» vor der Kamera (v.l.): Stefan Viliotti, Joana-Angelina Mauch, Neil Werndli und Emel Erikci. (Bild: Tamedia)
von Loris Gregorio

Wenige Monate nachdem das Jugendformat «Tilllate» von Tamedia eingestellt wurde, hat das Medienhaus Mitte März «Venty» lanciert. Das achtköpfige Team des Jugendmagazins ist Teil der «20 Minuten»-Redaktion und somit unter der Gesamtleitung von Chefredaktor Marco Boselli. Zusätzliche Stellen wurden keine geschaffen.

«Venty» wolle eine neue Zielgruppe ansprechen, junge Nutzer zwischen 15 bis 25 Jahren informieren und auf witzige Art unterhalten, sagt Ressortleiter Ronny Nenniger auf Anfrage von persoenlich.com. Im Fokus stünden dabei Themen aus Gesellschaft, Kultur und Sozialen Medien. «Unser Fokus richtet sich klar auf Bewegtbild-Content. Wir publizieren jedoch auch Storys in geschriebener Form. Stets im Hochformat und fullscreen», so Nenniger. Neben Beiträgen – wie eine Initiative für ein Pony für jede Schulklasse oder Tipps fürs Wohnungputzen – gibt es bereits eine Interviewserie mit dem «Rotzlöffel», einem Buben, der die Fragen stellt.

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«Du bist doch ein typischer SVPler!» Auch Arena-Moderator Jonas Projer hat sich dem Rotzlöffel gestellt.

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Jugendliche besser verstehen

Auf die Frage, ob sie sich die Macher von «Venty» von Ringiers «Izzy» inspirieren liessen, geht Nenniger nicht weiter ein. «20 Minuten» beschäftige sich seit längerem damit, die Bedürfnisse und Interessen der Jungen besser zu verstehen, um die digitalen Inhalte für diese Zielgruppe attraktiver zu machen. «Dazu wurde im vergangenen Herbst unter anderem das Youth-Lab durchgeführt. Wir entwickelten zusammen mit einem jungen Journalisten-Team über die letzten Monate neue Videoformate und tauschten uns intensiv mit jungen Menschen aus, um zu erfahren, was sie konkret interessiert», so Nenniger zu persoenlich.com.

Als Werbemittel könne «Venty» grossflächige Display-Formate, Vertical Videos und neue auf mobile ausgerichtete Storytelling-Formate anbieten. Zusätzlich habe das neue Ressort innovative, auf die jeweilige Marke zugeschnittene Umsetzungsmöglichkeiten im Bereich von Social- und Influencer-Marketing.

Werbung soll deutlich erkennbar sein

«‹Venty› untersteht denselben Werberichtlinien wie alle Tamedia-Medien, Inhaltswerbung wird stets auch entsprechend gekennzeichnet: Branded Content wird als Paid Post deklariert, Native-Advertising-Inhalte als Sponsored», heisst es bei Tamedia auf Anfrage. So sei beispielsweise das Video «Kochen ohne Rezept» (siehe unten) ein redaktioneller Beitrag, obwohl die Migros-Einkaufstasche deutlich erkennbar ist.


Infotainment für eine junge Zielgruppe will das neue Jugendformat bieten. Die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, was die Zukunft angeht: «Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Angebot auf ‹Venty› den Werbetreibenden eine attraktive Plattform bieten, die junge Zielgruppe anzusprechen.» Das Jugendmagazin publiziert seine Inhalte derzeit auf den Kanälen Instagram, Facebook und Youtube. Die grösste Reichweite hat «Venty» derzeit auf Facebook mit fast 14'000 Followern, auf Instagram sind es erst 1400, auf Youtube zehn Abonnenten.



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