23.10.2025

WOZ

Verfahren gegen Kaspar Surber eingestellt

Die Staatsanwaltschaft bestätigt nach Andreas Glarners Anzeige wegen «Rechtsextrem»-Bezeichnung die Medienfreiheit.
WOZ: Verfahren gegen Kaspar Surber eingestellt
«Zwei Jahre lang ein Strafverfahren wegen übler Nachrede und Beschimpfung am Hals zu haben, ist nicht angenehm», schreibt WOZ-Redaktor Kaspar Surber. (Bild: Florian Bachmann)

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hat das Strafverfahren gegen WOZ-Journalist Kaspar Surber eingestellt, der SVP-Nationalrat Andreas Glarner als «rechtsextrem» bezeichnet hatte. Dies schreibt Surber in einem Artikel in eigener Sache.

Surber musste sich demnach im Oktober 2023 auf dem Polizeiposten Muri einer Einvernahme stellen, nachdem Glarner ihn wegen übler Nachrede und Beschimpfung angezeigt hatte. Der Fall sei über zwei Jahre hängig gewesen, bevor die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt habe. In der Verfügung habe die Staatsanwaltschaft die verfassungsrechtlich verankerte Medienfreiheit und die staatspolitische Aufgabe der Medien betont.​

Die Behörde folgt damit laut Surber der Argumentation des Aargauer Obergerichts, das bereits Journalist Hansi Voigt freisprach (persoenlich.com berichtete). Voigt hatte Glarner auf Twitter als «Gaga-Rechtsextremisten» bezeichnet.

Surber war von 2018 bis 2025 Mitglied der dreiköpfigen WOZ-Redaktionsleitung. (cbe)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Werner Furrer
24.10.2025 16:16 Uhr
Ein Grenzfall «Medienfreiheit» darf nicht alles. Sonst können wir in zu Zukunft lesen «xy ist ein Krimineller» oder noch schlimmeres.
Kommentarfunktion wurde geschlossen
Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören