20 Minuten geht am Donnerstag mit dem neuen Video-News-Format «20 Minuten NOW!» erstmals auf Sendung. Im neuen vollautomatisierten Studio würden zudem Livestreams und Breaking News koordiniert und neue Formate entwickelt, heisst es in der Mitteilung dazu.
Die Medienmarke hat im Dezember 2019 die Video-First-Strategie eingeführt und schrittweise mehr Video-Content publiziert. In der neuen, im April 2020 lancierten App hat Video einen eigenen Channel erhalten. Die Video-Redaktion wurde laut 20 Minuten ausgebaut und umfasst inzwischen drei Teams und rund 25 Mitarbeitende.
Der Zuschauer soll keine Sekunde verlieren
Nun geht man mit der Lancierung des neuen News-Formats «20 Minuten NOW!» und der Inbetriebnahme des Studios, welches während der vergangenen Monate mitten im Newsroom in Zürich gebaut wurde, den nächsten Schritt. In der Sendung werden die wichtigsten News der Stunde kompakt und optimiert auf die Bedürfnisse der Mobile-User zusammengestellt.

«20 Minuten NOW!» sei eine neue Form der Nachrichtensendung, heisst es weiter. Der eigens dafür entwickelte Player sowie das neuartige Storytelling würden sich dabei konsequent an den Nutzungsgewohnheiten der jungen Mobile-User orientieren. Das bedeutet: Der Zuschauer verliert keine Sekunde mit Dingen, die er nicht sehen will, und so wird bewusst auch auf die Moderation der Beiträge verzichtet.
Der User bekomme jederzeit einen aktuellen Nachrichtenüberblick, den er entweder schauen, lesen (ohne Ton), nur anhören oder bei dem er einzelne Beiträge überspringen kann.
2 Millionen investiert
Eingebettet werden die Videonews ergänzend in schriftliche Hintergrundinformationen. Die Userinnen und Leser erhalten zusätzlich die Möglichkeit, die Newsbeiträge einzeln zu kommentieren und zu teilen. So entsteht ein nach persönlichem Geschmack und unabhängig von Zeit und Ort konsumierbares Nachrichtenformat.

Werbekunden erhalten laut 20 Minuten so die Möglichkeit, im Umfeld von News zu kommunizieren. So würden zwischen den Beiträgen deklarierte Video-Native-Umsetzungen und Werbespots im Social-Media-Format ausgespielt.
«Mit unserem Pioniergeist haben wir in den letzten 12 Monaten über 2 Millionen Franken in den Ausbau des Video-Teams, das Studio und neue Technik investiert», wird Geschäftsführer Marcel Kohler zitiert. Auch in der Westschweiz verfolge 20 minutes die Video-First-Strategie. Ein Video-Team befinde sich aktuell im Aufbau.
Ressorts Story und Video-Formate zusammengeführt
Per Anfang 2021 führt 20 Minuten in der Deutschschweiz die beiden Ressorts Story und Video-Formate unter der Gesamtleitung von Désirée Pomper, heute Leiterin des Ressorts Story und Mitglied der Chefredaktion, zusammen. Ziel der Zusammenführung sei es, den multimedialen Journalismus der Medienmarke durch attraktive, neue Videoformate, Videoreportagen zu aktuellen Ereignissen oder leichtfüssigen, kreativen Videocontent zu fördern, schreibt 20 Minuten.
Beide Teams bleiben in der derzeitigen Konstellation vollständig bestehen. Die Stellvertretung der Ressortleitung bleibt bei Zora Schaad (Story) und Tarek El Sayed (Video-Formate). Ebenso unverändert bleiben die Ressorts Video-News unter der Leitung von Silvana Guanziroli und Videodesk unter der Leitung von Jan Derrer, die – wie Désirée Pomper – weiterhin an Chefredaktor Gaudenz Looser berichten.
Beat Krapf, bisher Head of Video und Leiter Video-Formate, trägt in einer neu geschaffenen Rolle als Leiter Videostrategie & Prozesse per Anfang 2021 die Gesamtverantwortung für die strategische Entwicklung von 20 Minuten im Wachstumsfeld Video und berichtet in dieser Funktion direkt an Geschäftsführer Marcel Kohler. (pd/wid)

