05.08.2015

Mexiko

Video von mutmasslichen Mördern von Pressefotograf

Die ermordeten Frauen seien Freundinnen des Fotografen gewesen.

Nach dem mutmasslichen Mord am mexikanischen Pressefotografen Rubén Espinosa und vier Frauen hat die Staatsanwaltschaft Videoaufnahmen der mutmasslichen Täter veröffentlicht. Drei Männer sind auf den Aufnahmen einer Überwachungskamera in de Nähe des Tatorts zu sehen.

Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass es sich um die Täter handelt, sagte Generalstaatsanwalt Rodolfo Ríos Garza am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Zu sehen ist, wie zunächst zwei Männer relativ ruhig aus dem Haus kommen. Einer 
von ihnen steigt in einen Mustang, der andere überquert einen Koffer hinter sich herziehend die Strasse. Kurz darauf kommt ein dritter Mann aus dem Haus und geht schnell auf eine Strassenecke zu.
 
Espinosas Leiche war am Freitagabend mit vier ebenfalls getöteten Frauen in dem Haus in Narvarte entdeckt worden. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft waren die Leichen mit Schusswunden übersät, die Opfer waren ausserdem mit Klebeband gefesselt und wiesen Folterspuren auf. Die Frauen sollen auch sexuell misshandelt worden sein.
 
Espinosa war nach Angaben der Medienrechtsorganisation Artículo 19 vor zwei Monaten aus dem südöstlichen Bundesstaat Veracruz geflohen, nachdem er Drohungen erhalten habe.
 
Bei den ermordeten Frauen handelte es sich nach Angaben von Artículo 19 nicht um Journalistinnen. Sie seien Freundinnen von Espinosa gewesen, darunter eine Menschenrechtsaktivistin aus Veracruz, teilte die Zeitschrift "Proceso" mit, für die der Pressefotograf arbeitete. Laut Artículo 19 handelte es sich um die Aktivistin Nadia Vera. Eine der Frauen soll in dem Wohnhaus angestellt gewesen sein. (sda/afp)

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