18.08.2019

Neue Zürcher Zeitung

Vierjähriges Multimedia-Projekt geht zu Ende

In «#GymiZyte» hat die NZZ seit 2015 Schülerinnen und Schüler derselben Klasse der Kantonsschule Enge in Zürich begleitet: Vom Schuleintritt bis zur Matur. Nun ist die Gymizeit vorbei. Die Zeitung zieht für persoenlich.com Bilanz.
Neue Zürcher Zeitung: Vierjähriges Multimedia-Projekt geht zu Ende
Auf Reise mit der Klasse W4a der Kantonsschule Enge im Tessin: Katrin Schregenberger steht ganz links, der NZZ-Fotograf Goran Basic kniet, Tobias Ochsenbein steht ganz rechts aussen. (Bild: zVg.)
von Christian Beck

Die «Neue Zürcher Zeitung» hat Schülerinnen und Schüler derselben Klasse vom ersten Schultag bis zur Matur begleitet. Permanent wurde der Wandel der Jugendlichen während ihrer Zeit an der Kantonsschule Enge in Zürich verfolgt und dokumentiert – ganze vier Jahre lang. In halbjährlichem Abstand erzählten Projektepisoden vom Alltag der Schüler. Am Freitag ist der letzte Teil der Serie publiziert worden.

«Es ist eine Mischung aus Erleichterung und Wehmut», so Tobias Ochsenbein, Ressortleiter Nachrichten bei der NZZ, gegenüber persoenlich.com. «Wir lassen mit dieser letzten Folge etwas hinter uns, das uns vier Jahre lang ständig begleitet hat: Die Schule, aber vor allem die Schülerinnen und Schüler, die wir immer wieder besucht haben, damit sie uns in ihr Leben lassen, ihre Geschichten und Erfahrungen mit uns teilen. Menschen, die uns – trotz professioneller Distanz – in all der Zeit ans Herz gewachsen sind. Wir haben das Gymnasium quasi noch einmal durchlebt.» Ochsenbein betreute das vierjährige Multimedia-Projekt zusammen mit Katrin Schregenberger, bis Juni 2019 Chefin vom Dienst bei der NZZ.

Enormer Produktionsaufwand

Das Zeitmanagement sei die grösste Herausforderung gewesen während den letzten vier Jahren. «80 Prozent der Arbeit, die wir in das Projekt gesteckt haben, fiel in unsere Freizeit», so Ochsenbein. Man habe sich Fragen gestellt wie: Wie schafft man es, jede Woche, jeden Monat an alles zu denken, was projektmässig ansteht? Und mit sieben Protagonistinnen und Protagonisten mehrmals während des Semesters einzelne Termine zu finden, sei zuweilen nicht so einfach gewesen. «Aber sowohl die Schule wie auch die Lehrerinnen und Lehrer haben uns viel Freiraum gegeben und uns jederzeit sehr offen empfangen.»

In den vier Schuljahren ist an der Kanti Enge viel passiert. Deshalb: «Es wäre vermessen, ein explizites Ereignis herauszupicken», sagt Ochsenbein. Positiv würden all die Momente mit den Jugendlichen in Erinnerung bleiben – und das enorme Vertrauen, das sie den Journalisten entgegengebracht hätten. «Interessant war, wie sich die ganze Klasse uns gegenüber geöffnet und uns aufgenommen hat, je länger das Projekt gedauert hat. Toll war aber auch, dass wir einzelne Tage bei der Schulreise im Tessin und der Maturreise in Kopenhagen dabei sein durften.»

Das ganze Repertoire ausgenutzt

Für das Storytelling wurde so ziemlich alles verwendet, was der Online-Journalismus zu bieten hat: Texte, Fotografie, Selfies, Umfragen, Grafiken, Newsletter, Videos, Gifs … «Wir haben sogar für eine Folge ein Snapchat-Screen nachbauen lassen. Solche Arbeiten sind immer auch Teamwork. Wir hatten tolle Unterstützung von unserem internen Visuals- und Video-Team», so Ochsenbein.

Mit der Publikation der letzten Folge ist das Projekt aber trotzdem noch nicht ganz abgeschlossen, wie Ochsenbein verrät: «Wir haben in den vergangenen vier Jahren tolles Material zusammengetragen und wollen dieses nun in einem Buch verarbeiten.»

 



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