TX-Group-Verleger Pietro Supino hat laut einem Bericht der Republik persönlich bei Ringier-CEO Marc Walder interveniert, um die Veröffentlichung eines kritischen Artikels zu verhindern. Der SonntagsBlick hatte vor zwei Wochen unter dem Titel «Heisse Gerüchte um den Zürcher Platzhirsch» über mögliche Veränderungen beim Medienkonzern spekuliert.
Der Artikel thematisierte den bevorstehenden Börsengang der Swiss Marketplace Group und stellte die Frage, ob sich die TX Group künftig wieder verstärkt auf die Publizistik konzentrieren könnte. Die TX Group hatte die Spekulationen im Artikel vehement dementiert.
Löschung aus Medienarchiv
Gemäss der Republik, die sich auf «mehrere voneinander unabhängige Quellen» beruft, griff Supino nach Erscheinen «aufs Schärfste» bei Walder ein. Ringier soll daraufhin auf die Online-Veröffentlichung verzichtet und den Artikel drei Tage später aus der Schweizer Mediendatenbank SMD gelöscht haben. Laut Republik dürfte dieser Eingriff möglich gewesen sein, da Ringier und die TX Group je ein Drittel der SMD-Aktien besitzen.
Auf Anfrage von persoenlich.com geben sich beide Medienhäuser wortkarg. Bei der TX Group heisst es: «Wir kommentieren keine Gerüchte.» Und bei Ringier: «Wir kommentieren weder Gerüchte noch interne Abläufe oder Entscheide.»
Die TX Group und Ringier sind Konkurrenten, arbeiten aber in verschiedenen Bereichen zusammen – etwa bei der Swiss Marketplace Group. (cbe)
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15.07.2025 05:36 Uhr

