23.09.2019

Sparprogramm der SRG

Weitere 50 Millionen müssen gespart werden

Im kommenden Jahr muss der Gürtel noch enger geschnallt werden. SRG-Generaldirektor Gilles Marchand hat die Belegschaft am Montag informiert. Ohne Auswirkungen auf Personal und Programm wird die neuste Sparrunde kaum über die Bühne gehen.
Sparprogramm der SRG: Weitere 50 Millionen müssen gespart werden
SRG-Generaldirektor Gilles Marchand, hier am Weltkongresses des IPI (International Press Institute) in Genf, informierte am Montag die Mitarbeiter über eine weitere Sparübung. (Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

Die SRG muss ihre Kosten im kommenden Jahr um weitere 50 Millionen Franken reduzieren. SRG-Generaldirektor Gilles Marchand hat die Belegschaft am Montag über die neuste Sparübung informiert. SRG-Mediensprecher Edi Estermann bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Meldungen von blick.ch und Radiotelevisione svizzera (RSI). persoenlich.com weiss, dass am Dienstag eine weitere Mitarbeiterinfo anberaumt ist: in Zürich von SRF-Direktorin Nathalie Wappler.

Weil die Werbeeinnahmen im laufenden Jahr um 30 Millionen Franken sinken – und für das Jahr 2019 ohnehin bereits ein Fehlbetrag von 20 Millionen budgetiert ist –, müssen die Kosten der SRG im kommenden Jahr um insgesamt 50 Millionen Franken reduziert werden, so Estermann. Die Fortführung der Transformation ist laut Marchand nötig, weil sich die Medienwelt radikal wandelt und die kommerziellen Einnahmen weiter sinken.

Wie genau diese zusätzlichen 50 Millionen eingespart werden sollen, ist noch nicht definiert. Ohne Auswirkungen auf Programm und Personal wird es laut Estermann indes kaum gehen. Bereits 2018 lancierte die SRG nach der Ablehnung der No-Billag-Initiative ein umfangreiches Spar- und Restrukturierungsprogramm in der Höhe von insgesamt 100 Millionen Franken (persoenlich.com berichtete). Diesem sollen bis 2022 rund 200 Stellen zum Opfer fallen.

Im April 2019 wurde bekannt dass die SRG im Rahmen des Sparprogramms bis Anfang 2020 die Produktionsfirma TPC wieder vollständig reintegriert. Ausserdem soll ein neues IT-Kompetenzzentrum entstehen. Das kostet 40 Stellen, davon werden 20 durch Kündigungen und vorzeitige Pensionierungen abgebaut. (sda/cbe)

 



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