22.08.2018

NZZ-Gruppe

Weniger Ertrag und Gewinn im ersten Halbjahr

Die NZZ konnte weniger Print-Werbung verkaufen und der Nutzermarkt ist zurückgegangen. Zudem hatte der Publicitas-Konkurs negative Auswirkungen.
NZZ-Gruppe: Weniger Ertrag und Gewinn im ersten Halbjahr
Unter dem Strich verblieb für das Unternehmen mit Hauptsitz an der Falkenstrasse in Zürich ein Gewinn von 11,3 Millionen nach 12,8 Millionen im Vorjahr. (Bild: NZZ)

Die NZZ-Mediengruppe hat im ersten Halbjahr 2018 weniger Ertrag und auch weniger Gewinn erzielt als noch vor Jahresfrist. Dabei sind etwa die Erträge aus dem Print-Werbemarkt weiter zurückgegangen und auch der Nutzermarkt, darin enthalten sind Abo-Einnahmen oder Einzelverkäufe, habe sich leicht rückläufig entwickelt, teilte die Gruppe am Mittwoch mit.

Regionalmedien verlieren Kunden

In den Monaten Januar bis Juni erwirtschaftete die NZZ-Gruppe einen Gesamtertrag in Höhe von 203,0 Millionen Franken. Das sind verglichen mit der Vorjahresperiode 4,1 Prozent weniger. Nebst dem weiteren strukturellen Rückgang im Print-Werbemarkt habe sich auch der Konkurs der Werbevermarkterin Publicitas negativ auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt, so die Mitteilung.

Aufgrund der sinkenden Anzahl zahlender Kunden bei den Regionalmedien sank der Ertrag am Nutzermarkt leicht um ein Prozent. Hingegen entwickelten sich die Einnahmen aus den digitalen Werbeflächen positiv: Sie nahmen um 7 Prozent zu.

Weniger Gewinn

Da in der Berichtsperiode nicht nur die Einnahmen, sondern auch der betriebliche Aufwand um 4 Prozent zurückgegangen ist, hält sich der Schaden im Ergebnis in Grenzen. Das Betriebsergebnis EBIT reduzierte sich um 1,4 Millionen auf 12,6 Millionen Franken, dies bei einer auf 6,3 Prozent gesunkenen Marge. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 11,3 Millionen nach 12,8 Millionen im Vorjahr.

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Im zweiten Halbjahr rechnet die NZZ-Gruppe mit Wachstum im Bereich NZZ Medien und bei den Business Medien. Um dies zu erreichen seien allerdings Investitionen in bestehende und neue Angebote unerlässlich, heisst es. Ausserdem setze man weiterhin auf Kostenkontrolle sowie auf Massnahmen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz.
(awp/sda/eh)

 

 



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Kommentare

  • Thomas Läubli, 23.08.2018 21:21 Uhr
    Solange René Scheu beim Feuilleton das Sagen hat, indem er die professionellen Fachjournalisten entlässt und dafür mit infantiler Unterhaltung und mit seiner konservativen Clique ersetzt, die ausser antiintellektueller Politpropaganda ("Links bin ich nicht mehr", "Feminismus ist doof", "Die Intellektuellen-Idioten" etc.) zur Kulturberichterstattung nichts beizutragen haben, werde ich die NZZ nicht wieder abonnieren. Eine Qualitätszeitung war sie einmal.

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