16.07.2001

"Weniger kompliziert als die Nahost-Verhandlungen"

Und sie reden doch: Peter Hartmeier, der neue Kommunikationschef der Tamedia, bestätigt gegenüber "persoenlich.com" einen entsprechenden Facts-Artikel, wonach Roger Schawinski und die Tamedia Gespräche führen. Auf die Frage, wie lange es dauern wird, bis ein Ergebnis auf dem Tisch liegt, meint Hartmeier: "Die Gespräche mit der Belcom-Gruppe sind sicher weniger kompliziert als die Nahost-Verhandlungen." Die neuesten Entwicklungen zeigen, dass derzeit verschiedene Übernahme-Modelle im Raum stehen.
"Weniger kompliziert als die Nahost-Verhandlungen"

"No comment", sagt Roger Schawinski explizit, als ihn "persoenlich.com" auf die laufenden Verhandlungen mit der Tamedia anspricht. Die Antwort des gewieften Zürcher Medienzars erstaunt nicht, denn für ihn steht derzeit sehr viel auf dem Spiel und die Chance, sich mit einer unglücklichen Antwort seine Ausgangslage zu verscherzen, ist gross. Laut einem Gewährsmann von "persoenlich.com" sind die Gespräche mit der Tamedia über eine mögliche Übernahme von Radio24 und/oder Tele24 in den letzten Wochen nie versiegt - im Gegensatz zu anders lautenden Meldungen. So antwortete Schawinski Ende April, als ihn "persoenlich.com" fragte, ob es bei einer Übernahme der Belcom-Gruppe durch die Tamedia zu einer Zusammenlegung von Tele24 und TV3 komme: "Darüber muss ich jetzt nicht mehr reden. Dieses Thema ist vom Tisch." Zum gleichen Zeitpunkt widersprach ihm Tamedia-Finanzchef Patrick Eberle: "Das Thema Belcom ist nicht definitiv vom Tisch, denn am Radio haben wir nach wie vor Interesse."

So wie die Fakten derzeit liegen, heisst das allerdings nicht, dass die mögliche Übernahme des Radioteils einziger Verhandlungspunkt zwischen der Belcom-Gruppe und der Tamedia ist. Peter Hartmeier, seit dem 1. Juli Kommunikationschef der Tamedia, bestätigt denn auch: "Für einen guten Unternehmer ist nie etwas definitiv vom Tisch." Man könne jedoch keine guten Verhandlungen führen, wenn man sie nicht unter Verschluss halte. Tatsache sei, dass die Belcom mit der Tamedia im Gespräch stehe. "Die Verhandlungen sind sicher weniger kompliziert als im Nahen Osten", meint Hartmeier auf die Frage nach dem Zeithorizont und betont, dass die Tamedia nicht unter Zeitdruck stehe und ähnliche Ziele wie die Belcom-Gruppe verfolge: "Die Tamedia möchte sich bei interessanten Fernseh- und Radiokanälen beteiligen. Roger Schawinski hat bewiesen, dass er interessanten Content macht."


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