19.03.2015

Tink.ch

"Wir verweigern uns der News-Bulimie"

Das Magazin für junge Journalisten will sich mittels Crowdfunding eine neue Homepage finanzieren.
Tink.ch: "Wir verweigern uns der News-Bulimie"

200 junge Journalisten wollen aufrüsten: Das Online-Magazin "Tink.ch" will in die Infrastruktur investieren und sich technisch verbessern. Dazu fehlt aber noch ein Teil des Budgets. 6'000 Franken sollen mittels einer Crowdfunding-Aktion gesammelt werden. Unterstützer bekommen dabei auch etwas zurück, so kann beispielsweise ein Workshop oder ein handgeschriebenes Gedicht ersteigert werden.

Im Zentrum steht die Gestaltung einer neuen Homepage, welche dringend eine Verjüngungskur brauche, wie das Magazin mitteilt. Das Konzept steht bereits: "Künftig wollen wir eine Art Filter einbauen, durch den unsere Leser ihre Inhalte individuell zusammenstellen können. So kann man dann beispielsweise zwischen Sprache, Region und Thema wählen", erklärt Projektleiter Michael Scheurer. Zudem wolle man das Design komplett überarbeiten. Die neue Webseite solle auch die technische Möglichkeit bieten, innovative Publikationsarten auszuprobieren, wie beispielsweise die Kombination von verschiedenen Medien.

Da auch das CMS veraltet und die Kommunikation zwischen den in der ganzen Schweiz verteilten Journalisten sehr umständlich ist, will man auch in diesem Bereich technisch aufrüsten. "Wir erhoffen uns durch ein neues sogenanntes "Social-Intranet" eine grössere Effizienz, was zu mehr publizistischen Inhalten führen soll", so Scheurer weiter.

Scheurer betont auch die Wichtigkeit von "Tink.ch" für junge Medienschaffende: "Wir erleichtern jungen Journalisten den Einstieg in den Beruf. Bei uns können sie ohne Druck arbeiten und Verschiedenes ausprobieren." Es bestehe auch die Möglichkeit, innerhalb der Redaktion aufzusteigen und erste Führungserfahrungen zu sammeln. "In einer Zeit, da beim Journalismus gespart wird, bildet 'Tink.ch' junge Journalisten aus und verweigert sich der News-Bulimie", so Scheurer.

Anfang Oktober will man mit der neuen Homepage online gehen, die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis am 14. April. Über 1'500 Franken wurden schon eingenommen. (nb)



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