30.09.2015

Charlie Hebdo

Zeichner Luz verabschiedet sich mit Doppelseite

Der 43-Jährige zeichnete 15 Karikaturen als "Titelblätter für die kommenden zehn Jahre".

Mit einer Doppelseite in der aktuellen Ausgabe von "Charlie Hebdo" hat sich der als Luz arbeitende Zeichner Renald Luzier vom französischen Satiremagazin verabschiedet. Der 43-Jährige hatte seinen Rückzug bereits im Mai angekündigt.

Luz, einer der bekanntesten Überlebenden des Terroranschlags vom Januar, will nach eigenen Angaben nicht mehr zum Tagesgeschehen arbeiten.

Beim religiös motivierten Attentat waren am 7. Januar zwölf Menschen getötet worden, darunter acht Mitarbeiter der Zeitschrift. Luz hatte anschliessend den berühmten Titel der ersten "Charlie-Hebdo"-Ausgabe nach der Attacke mit einem weinenden Propheten Mohammed gezeichnet.

Für seinen Abschied verwandelte sich der Zeichner in einen die Zukunft voraussehenden "Nostradaluz" und schuf 15 Karikaturen als "Titelblätter für die kommenden zehn Jahre".

Luz zeichnete dafür etwa das Porträt eine Parteispitze der rechtsextremen Front National, halb Vater Jean-Marie, halb Tochter Marine Le Pen unter dem Titel: "Jean-Marie ist tot, aber seine Ideen gammeln weiter." Ins Weltall zeichnete Luz unter der Überschrift "Man hat Leben auf dem Mars entdeckt" ein grünes Männchen mit der Antwort "und wir den Unsinn auf der Erde". (sda/dpa)


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