09.05.2000

Zeitungsschlacht im Mittelland

Peter Wanner, Verleger der Aargauer Zeitung, äussert in einem Interview mit "persoenlich.com" seine Strategie im Mittelland; in Olten, Zofingen und Solothurn. Um dieses läuft derzeit eine heisse Zeitungsschlacht. Denn der Verbund-Vertrag der Neuen Mittelland-Zeitung läuft 2001 aus. Auch die Berner Zeitung und der Bund bemühen sich um das Mittelland.
Zeitungsschlacht im Mittelland

Wie beurteilen Sie die Situation im Mittelland?

Da ist ein Seilziehen im Gange. Aber es sieht so aus, dass die drei Partner Oltener Tagblatt, Zofinger Tagblatt und Solothurner Zeitung gemeinsam weitermachen wollen.

Sind Sie interessiert?

Wir suchen in erster Linie den Verbund mit Zofingen und Olten, weil das zu unserem Gebiet gehört, aber Solothurn muss selbst entscheiden, wo es hin will. Solothurn ist für uns nicht zwingend. Wir müssten mit dem Oltener Tagblatt und dem Zofinger Tagblatt einen neuen Verbund schaffen – unter Respektierung der Eigenständigkeit dieser Verlage. Ob dann die Solothurner Zeitung auch zu uns kommt oder sich nach Bern oder Biel orientiert, muss sie selbst entscheiden.

In welcher Art könnte der Verbund sein?

Er könnte ähnlich gestaltet sein wie die alte Mittelland Zeitung: Wir liefern den Mantel und machen ein Inseratepool, das gleiche könnte für die Solothurner Zeitung gelten.

Die Berner Zeitung wird immer stärker. Vor Wochen erst wurde beschlossen, dass das Oberländische Volksblatt in Interlaken eingestellt wird, der Berner Oberländer in Spiez und das Thuner Tagblatt in Thun zur Berner Oberland Medien AG fusionieren und die beiden Titel im Herbst als Oberland-Ausgabe innerhalb der Berner Zeitung erscheinen. Würden Sie nun die Solothurner Zeitung, die als wichtige Bastion zwischen Bern und Aargau respektive Bern und Luzern gilt, tatsächlich kampflos der Berner Zeitung überlassen?

Da ist immer noch eine riesige Grünfläche zwischen uns.

Wie geht es Ihrem Sport-Magazin, das in den Medien sehr kritisiert wird?

Es läuft sehr gut, wir verkaufen Anzeigen für 100'000 Franken pro Heft und 5'000 Exemplare per Abo sowie 10'000 Exemplare am Kiosk.

Reicht das?

Wir haben ja erst angefangen.

In welchem Bereich setzen Sie derzeit Ihren Schwerpunkt?

Im Online-Bereich. Wir nehmen jetzt über eine Million Franken in die Hand und verfolgen eine Portal-Strategie. Wir wollen das Online-Portal für den Aargau werden.



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