Im Nordosten Malis sind die Leichen einer französischen Journalistin und ihres Kollegen gefunden worden, wie das französische Aussenministerium am Samstagabend bekanntgab. Die beiden Reporter des Senders Radio France Internationale (RFI) waren am Mittag in der Stadt Kidal von Bewaffneten verschleppt worden.
Die französischen Geheimdienste setzten mit den malischen Behörden alles daran, die genauen Umstände aufzuklären, teilte das Aussenministerium weiter mit. Nach Angaben von RFI waren die beiden Franzosen für eine Reportage bei der Malischen Solidaritätsbank in Kidal, als sie entführt wurden. Seit etwa 13 Uhr habe es keinen Kontakt mehr zu den Reportern gegeben, teilte RFI mit.
Kidal liegt rund 1500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako an der algerischen Grenze und ist eine Hochburg der Tuareg-Rebellen und ihrer Nationalen Bewegung der Befreiung von Azawad (MNLA). Anfang vergangenen Jahres starteten die Tuareg eine Rebellion, weil sie sich von der Regierung im Süden an den Rand gedrängt sahen.
Nach ersten Erfolgen wurden sie von Islamisten zurückgedrängt, mit denen sie zunächst verbündet gewesen waren. Mit französischer Militärhilfe starteten schliesslich afrikanische Streitkräfte Anfang dieses Jahres eine Offensive gegen die islamistischen Milizen, die inzwischen fast den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht hatten und Richtung Süden vorrückten. Nachdem die Aufständischen erfolgreich zurückgedrängt worden waren, wurden Ende Juli Präsidentschaftswahlen abgehalten. (sda)
03.11.2013
Mali
Zwei entführte französische Journalisten tot aufgefunden
Die RFI-Reporter waren am Samstagmittag in Kidal von Bewaffneten verschleppt worden.
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