11.10.2018

Republik

Zwei Mitgründer planen neues Projekt

Nadja Schnetzler und Laurent Burst machen gemeinsame Sache. Sie wollen die «Demokratie, das Individuum und die Diversität in der Gesellschaft» stärken. Auch Susanne Sugimoto und François Zosso haben nach dem Abgang bei der «Republik» Pläne für die Zukunft.
Republik: Zwei Mitgründer planen neues Projekt
Die «Republik»-Mitgründer planen gemeinsam ein neues Projekt: Nadja Schnetzler und Laurent Burst. (Bilder: Republik)
von Christian Beck

Per Ende Oktober ziehen sich gleich «vier zentrale Leute aus der Leitung» des Onlinemagazins «Republik» zurück (persoenlich.com berichtete). Zwei davon, Nadja Schnetzler und Laurent Burst, spannen jedoch auch künftig zusammen. Die beiden «Republik»-Mitgründer «hecken ein neues Projekt aus», bestätigen beide auf Anfrage von persoenlich.com.

So etwas könne man nicht planen. «Plötzlich hat man den Einfall und alles passt zusammen. Wir können es kaum erwarten loszulegen», so Burst. Eine Konkurrenz zur «Republik» sei es «keinesfalls». Beide würden Aktionäre mit je 6,7 Prozent der Stimmen bleiben. «Und wir würden als Mitgründer die ‹Republik› nie konkurrenzieren», sagt Burst. Und verrät: «Beim neuen Projekt geht es indirekt auch um die Stärkung der Demokratie, des Individuums und der Diversität in der Gesellschaft.» Mehr würden sie noch nicht darüber sagen können.

Burst fotografiert wieder

Ansonsten freue sich Burst darüber, seinen eigentlichen Beruf als Fotograf wieder aufleben zu lassen. «Als Verwaltungsratspräsident der Republik AG fand ich es nicht adäquat, für grosse Firmen und andere Medien im Auftrag zu fotografieren, auch nicht für internationale Medien.» Das sei jetzt plötzlich wieder möglich. Er porträtiere mit der Kamera gerne Menschen, Firmen und Städte – so wie sie seien, mit allen Charakterzügen. «Zu meinem Glück gibt es mittlerweile viele Menschen, Organisationen und Firmen, die genug haben von gestellten, geschönten Fotowelten und sich mit diesen authentischen Bildern in ihrer Kommunikation gestärkt fühlen.»

Schliesslich hätte er auch wieder mehr Zeit für seine beiden Start-ups: den Getränkeimporteur Herr Rizzi in Zürich und «Coffaina Cola» in Berlin. «Mein Geschäftspartner dieser beider Firmen, Joachim Seewer, ist sehr froh darüber, da mich der ‹Republik›-Aufbau in den letzten zwei bis drei Jahren fast komplett absorbiert hat und ich nur wenig Zeit hatte», so Burst. Und was bleibt vom «Republik»-Start in Erinnerung? «Ein grosses ‹Wow!›». Es sei das bisher aufregendste, lehrreichste, sinnvollste und erfolgreichste Projekt seines Lebens gewesen.

Schnetzler unterstützt Firmen

Nadja Schnetzler, Präsidentin der «Republik»-Genossenschaft Project R, bleibe – wie auch schon während des Aufbaus der «Republik» – mit ihrer Firma Word and Deed aktiv. Sie unterstütze Teams und Gruppen in allen Branchen dabei, gut zu kollaborieren, Veränderung zu navigieren und robuste Entscheidungen zu treffen. Ebenfalls bleibe sie als Partnerin des BrainStore-Partnerinnen-Netzwerks aktiv, wo sie Unternehmen beim Entwickeln und Umsetzen von Innovationen begleite.

Der Mitaufbau von Project R und der «Republik» sei ein aufregendes Abenteuer gewesen, «in dem ich jeden Tag viel über alle Themen gelernt habe, die mich brennend interessieren», sagt Schnetzler. «Die ‹Republik› war und ist ein Projekt gegen die Wahrscheinlichkeit, und es macht mich jeden Tag stolz, mitzuerleben, wie die Crew Grossartiges leistet», sagt sie weiter.

Sugimoto macht Theater

«Republik»-Geschäftsführerin Susanne Sugimoto beginnt am 19. November als kaufmännische Geschäftsführerin beim Theater Neumarkt. Sie werde der künstlerischen Direktion mit Peter Kastenmüller und Ralf Fiedler unterstellt sein, die das Neumarkt noch eine Saison führen, sagt sie gegenüber dem «Klein Report». «Dann kommt ab der Spielzeit 2019/20 ein Frauenteam mit Hayat Erdogan, Julia Reichert und Tine Milz», so Sugimoto.

Mehr Zeit für seine eigene Firma Zosso Consulting hat «Republik»-Finanzchef François Zosso. «Ich war vor meinem Engagement bei der ‹Republik› selbständig und werde dies auch in der Zukunft sein», sagt er auf Anfrage. Selbstverständlich habe er ohne das Mandat bei der «Republik» wieder Kapazität für andere Projekte.



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