12.02.2014

Brasilien

Erster toter Journalist seit Beginn der Proteste

Kameramann in Rio von einer Feuerwerksrakete am Kopf getroffen.

Bei den sozialen Unruhen in Brasilien ist erstmals seit deren Beginn im vergangenen Juni ein Journalist getötet worden. Dies schreibt die NZZ am Mittwoch. Ein 49-jähriger Kameramann erlag laut den Gesundheitsbehörden in Rio de Janeiro seinen schweren Verletzungen, die er sich am letzten Donnerstag bei einer Demonstration zugezogen hatte.

Laut Ermittlungen wurde er von einer Feuerwerksrakete am Kopf getroffen, schreibt die NZZ weiter. Die Polizei konnte bereits zwei Verdächtige festnehmen.

Im Juni 2013 waren in Brasilien schwere Unruhen ausgebrochen, mit welchen die Bevölkerung gegen die bevorstehenden Grossanlässe protestiert. Der Regierung wird vorgeworfen, massenhaft Gelder für die Fussball-Weltmeisterschaft im kommenden Sommer und die olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016 auszuschütten, sich aber nicht um die Armuts-Probleme der Bevölkerung zu kümmern. Es gab laut NZZ seither mindestens fünf Tote und 117 verletzte Journalisten. (ml/NZZ)


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