20.12.2012

3+

Sucht bereits den nächsten Bachelor

"Es könnte mehr Folgen geben", sagt Dominik Kaiser.

Herr Kaiser, nun ist es offiziell: "Der Bachelor" geht in die zweite Staffel. Was hat Sie dazu bewogen nun doch sehr schnell nach Sendeschluss der ersten Staffel wieder zu casten?

"Der Bachelor" war ein riesen Erfolg bei den Zuschauern und ein heiss diskutiertes Thema. Wir wollten für die sehr komplexe Produktion eine möglichst lange Vorbereitungszeit und haben deshalb gleich mit den Vorbereitungen für die 2. Staffel angefangen.

Irgendwie scheint es, als ob 3+ gar nicht mit dem Erfolg gerechnet hätte: Statt auf 3+ ist der Bachelor nun in vielen anderen Fernsehformaten zu sehen. Deutsche Sender hätten schnell Homestories, Nachberichte, "Behind the scenes"-Magazine nachgeschoben. Wieso Sie nicht?

Uns freut es sehr, dass auch auf anderen TV-Sendern über den Bachelor berichtet wird. Wir selbst verfügen, anders wie die grossen Deutschen Sender, nicht über die passenden Promimagazine. Unserer Erfahrung nach laufen einzelne Specials jeweils nicht richtig gut und rechtfertigen die Kosten dazu nicht.

Jetzt rühren Sie bereits die Werbetrommel für eine neue Staffel. Lorenzo scheint bereits passé. Wieso wird er so schnell aufs Abstellgleis manövriert? Könnte man nicht mit ihm in irgendeiner Form noch weiterarbeiten?

Lorenzo ist noch sehr aktuell und umfangreich in der Presse präsent. Bis wir den nächsten Bachelor vorstellen, wird es noch lange dauern. Interessierte Damen können sich nun aber schon anmelden.

Kann man den Erfolg reproduzieren?

Der Bachelor ist ein tolles Format mit noch viel Potential. Wir freuen uns schon sehr auf die zweite Staffel.

Lorenzo Leutenegger hat gepasst wie die Faust aufs Auge: Gibt’s so einen nochmals?

Wir hatten am Schluss des Castings drei hervorragende Bachelor Kandidaten und haben uns für Lorenzo entschieden. Er war ein toller Bachelor. Einen zweiten Lorenzo gibt es sicher nicht. Wir werden die sehr aufwändige Suche nun wieder starten und sind überzeugt, dass wir einen hervorragenden Nachfolger finden werden.

Wie funktioniert das genau? Wo findet man einen passenden Bachelor?

Wir haben insgesamt weit über 1000 Männer über Xing und andere Netzwerke angeschrieben, aktiv in Clubs gecastet und in unserem Umfeld rumgefragt. Danach gabs Videocastings in mehreren Stufen. Zum Schluss führten wir persönliche Gespräche.

Als Sponsoren waren Minor und Oman Airline mit dabei. Reicht das um die Kosten zu decken?

Wir verlieren mit allen Eigenproduktionen viel Geld. Beim Bachelor ist es noch etwas mehr, da die Produktionskosten sehr hoch sind. Das Sponsoringinteresse an der 2. Staffel ist ausserordentlich hoch. Zum Teil haben wir zwei Interessenten aus der gleichen Branche.

Können Sie sich vorstellen bei der zweiten Staffel mehr Folgen abzudrehen?

Wir haben mit der Folgenplanung gerade begonnen. Es könnte ein paar Folgen mehr geben, entschieden haben wir aber noch nichts.

Was planen Sie sonst noch für Änderungen für die zweiten Staffel?

Wir haben bereits einige Ideen, verraten möchten wir dazu aber noch nichts.

Wird für die zweite Staffel das gleiche Team, sprich die deutsche Produktionsfirma Eyeworks zuständig sein?

"Der Bachelor" war eine sehr enge Zusammenarbeit von unserer internen Unterhaltungsabteilung mit Eyeworks Schweiz. Das Casting haben wir bis fast zum Schluss intern gemacht. Danach waren wir stark involviert, auch mit am Dreh und in der Postproduction intensiv dabei. Wir möchten die zweite Staffel mit dem möglichst gleichen Team umsetzen, die Abstimmungen mit den einzelnen Mitarbeitern laufen gerade.

Könnte es auch sein, dass wir Frauen aus der ersten Staffel – etwa der aufgespritzten JLo oder der Lipgloss süchtigen Sunny – wiederbegegnen?

Dass Kandidatinnen aus der ersten Staffel in der zweiten wieder vorkommen ist nicht geplant. Wir freuen uns auf neue Ladys. Damen auf der Suche nach der grossen Liebe können sich jetzt wieder anmelden! Es geht auch das nächste Mal wieder mit einem Traummann an tolle Drehorte.

Interview: Adrian Schräder


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