Die Plagiats-Affäre bei der Wochenzeitschrift "Weltwoche" zieht weitere Kreise. Erst am Donnerstag musste "Weltwoche"-Chef Roger Köppel zugeben, dass sein Auslandredaktor Urs Gehriger zwei Artikel zu wesentlichen Teilen aus dem "Telegraph" beziehungsweise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" abgeschrieben hatte.
Jetzt berichtet die "NZZ am Sonntag" in ihrer neuen Ausgabe, dass Gehriger sich zudem in einem dritten Artikel grosszügig bei der deutschen Tageszeitung "Die Welt" bedient hat. Gehriger habe dabei ganze Textpassagen integral aus der "Welt" übernommen.
"Weltwoche"-Chef und SVP-Nationalratskandidat Roger Köppel sagte der "NZZ am Sonntag", diese Fehlleistungen entsprächen nicht dem handwerklichen Standard der "Weltwoche".
Die Frage, ob das Blatt von sich aus darüber aufzuklären gedenke ob weitere Texte abgeschrieben worden sind, beantwortete Köppel nicht.
In der letzten Ausgabe des Magazins verkündete Roger Köppel noch, die Chefredaktion habe nun "Massnahmen und Sanktionen ergriffen, damit solche Verfehlungen in Zukunft nicht mehr vorkommen". Zudem entschuldigte sich das Magazin bei den beiden Zeitungen und den Leserinnen und Lesern "für diese Fehlleistungen". (ma/pd)
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