Das Personal der Zürcher Regionalzeitungen ("Landbote", "Zürichsee-Zeitung", "Zürcher Unterländer") protestiert laut der "NZZ am Sonntag" mit einer Petition gegen den neuen Sozialplan des Verlags Tamedia.
"Ein 53-jähriger Redaktor hätte mit dem bisherigen Sozialplan eine Abfederung bei der Kündigung von 50'000 Franken erhalten, mit dem neuen Sozialplan hingegen bekommt er nichts", wird Nadja Ehrbar, Präsidentin der Personalkommission des "Landboten", im Artikel zitiert.
Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer widerspricht der NZZaS: "Die Aussage, dass ein 53-jähriger Redaktor im Falle einer Kündigung keine Leistungen erhalten würde, ist nachweisbar falsch. Richtig ist, dass der Sozialplan keine Abgangsentschädigungen vorsieht, sondern Verlängerungen von Kündigungsfristen bei Stellenlosigkeit. Die Leistungen können deshalb - abhängig von Dienstalter, Lohn und Zeitdauer - bis eine neue Stelle gefunden wird, durchaus mehrere zehntausend Franken betragen. Der Sozialplan, den Tamedia freiwillig angeboten hat, ist damit mit anderen Sozialplänen in der Brache vergleichbar."
Der Vergleich der Personalkommission basiere auf dem Sozialplan des "Tages-Anzeigers" aus dem Jahr 2009. Dieser sei für den "Landboten" nie in Kraft getreten und sei nur einer von verschiedenen Sozialplänen, die in den letzten Jahren zur Anwendung kamen, so Zimmer weiter.
Tamedia plant die Streichung von mindestens 25 Vollzeitstellen (persoenlich.com berichtete). Die Zeitungen beschäftigen heute 150 Personen. Am Mittwoch soll die Petition übergeben werden. (NZZaS/set)

