19.03.2020

VierzigTageBuch

Autoren solidarisch mit dem Rotpunktverlag

Jeden Abend wird ein Tagebucheintrag veröffentlicht, verbunden mit einem Crowdfunding.

Autorinnen und Autoren des vergleichsweise kleinen Zürcher Rotpunktverlags zeigen sich solidarisch mit ihrem Verlag. Sie schreiben Tagebucheinträge, die der Verlag täglich in sozialen Medien veröffentlicht.

Unter dem Titel «VierzigTageBuch» veröffentlicht der Rotpunktverlag jeden Abend um 18 Uhr einen Tagebucheintrag auf Facebook und Instagram. Den Anfang machte am Mittwoch der Walliser Autor und Performer Rolf Hermann; am Donnerstag folgte ein Beitrag der Bündner Autorin Romana Ganzoni, wie der Rotpunktverlag am Donnerstag mitteilte.

Verbunden mit diesem Tagebuch ist ein Crowdfunding. Das Geld ist «gedacht als Notfallmassnahme», sagt Sarah Wendle vom Rotpunkverlag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Autorinnen und Autoren seien auf den Verlag zugekommen, «das ‹VierzigTageBuch› ist ein Freundschaftsdienst».

Der Rotpunktverlag beschäftigt sechs Mitarbeiterinnen, alle in Zürich. Bemerkenswert daran ist, dass sie, «bis auf kleine Dienstleistungen», so Wendle, ihre gesamte Verlagsarbeit in Zürich verrichten. Viele Buchverlage leiden schon lange unter dem starken Franken und haben deshalb weite Teile ihrer Tätigkeit, wie Grafik, Buchproduktion, Lektorat oder Marketing und Kommunikation ins günstigere Ausland verlagert. (sda/cbe)



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