13.10.2026

Medienreputation

Siemens löst Stadler Rail von der Spitze ab

Die Studie hat die Swissreputation Group mit Pressrelations Schweiz haben erstellt. Untersucht wurde die Berichterstattung über 65 Unternehmen vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2026.

Die Swissreputation Group und Pressrelations Schweiz haben die dritte Ausgabe ihrer Medienreputationsstudie zu Industrie- und Technologieunternehmen veröffentlicht. Die höchsten Reputation Scores in ihren jeweiligen Gruppen erzielen Siemens, Dormakaba, Dätwyler und Sensirion, heisst es in einer Mitteilung.

Der Reputation Score liegt auf einer Skala von 0 bis 100 und berücksichtigt mediale Präsenz, Tonalität sowie Reichweite und Bedeutung der Medienquellen. Bewertet werden sechs Dimensionen: Produkte und Dienstleistungen, Innovation, wirtschaftliche Leistung, Management und Leadership, Workplace sowie ESG und Nachhaltigkeit. Reputationsrelevante Aussagen wurden laut Mitteilung mit KI-Unterstützung identifiziert, nach Tonalität bewertet und den Dimensionen zugeordnet. Die Unternehmen wurden nach Medienreichweite in vier Präsenzgruppen mit je 15 bis 17 Unternehmen eingeteilt. Die Zuordnung erfolgt bei jeder Ausgabe neu.

Bei den Präsenzleadern führt Siemens mit 84 Punkten vor ABB (78) und Stadler Rail (66). Pilatus Flugzeugwerke (56) und Logitech (51) komplettieren die Top 5. Siemens löst damit Stadler Rail an der Spitze ab. 

Bei den Taktgebern liegt Dormakaba mit 79 Punkten vorn, gefolgt von Hitachi Energy (68), V-Zug (63), Huber+Suhner (61) und Georg Fischer (59). Dormakaba war im Vorjahr bei den Wegbereitern eingeteilt. 

Bei den Wegbereitern belegt Dätwyler mit 79 Punkten den ersten Rang, knapp vor der Bühler Group (78). Es folgen Novelis (67), Belimo (64) und Temenos (58). 

Bei den Hidden Champions bestätigt Sensirion mit 83 Punkten die Spitzenposition des Vorjahres. Dahinter liegen Zehnder (73), Schneider Electric (69), Liebherr (67) und Endress+Hauser (58).

Gute Gesamtplatzierungen verdecken laut der Studie teils erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Dimensionen. So führt Stadler Rail bei Produkten, Innovation und Workplace, erreicht bei Management und ESG aber deutlich schwächere Werte. Novelis setzt bei Innovation und ESG den Massstab, hat aber einen deutlich schwächeren Workplace-Wert.

Die Berichterstattung über ABB, Pilatus Flugzeugwerke, Dormakaba, Dätwyler und Zehnder fiel im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiver aus. Bei Hitachi Energy hat sich die Artikelzahl mehr als verdreifacht, die Tonalität ist ebenfalls positiver. Sensirion verzeichnet trotz halbierter Artikelzahl eine wesentlich positivere Tonalität.

Lukas Zihlmann, Geschäftsführer der Swissreputation Group, erklärt, ein guter Gesamtwert sei der Ausgangspunkt. Für die Steuerung der Reputation müssten Unternehmen verstehen, welche Themen ihren Ruf stärkten und wo kritische Wahrnehmungen entstünden. Da viele Industrieunternehmen vorwiegend im Geschäft mit anderen Unternehmen tätig seien, prägten Medienberichte wesentlich, wie sie öffentlich wahrgenommen würden. Werde ein Unternehmen fast nur im Zusammenhang mit Geschäftszahlen oder einzelnen Kontroversen erwähnt, bleibe sein Bild einseitig. (pd/spo)


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