07.05.2020

News aktuell

Die gendergerechter Sprache in der PR

Wenn es um Gendern in der professionellen Kommunikation geht, nutzen die meisten PR-Experten neutrale Formulierungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von News aktuell und Faktenkontor.

Die DPA-Tochter hat bei Medienstellen und PR-Agenturen aus der Schweiz nachgefragt, wie sie mit gendergerechter Sprache in der Kommunikation für ihr Unternehmen beziehungsweise für ihre Kunden umgehen. 92 Kommunikatoren haben an der Befragung teilgenommen.

Demnach verwendet die überwiegende Mehrheit der PR-Schaffenden neutrale Sprache, um die Gleichstellung der Geschlechter zum Ausdruck zu bringen. Satte 70 Prozent setzen also auf Bezeichnungen wie «Mitarbeitende» oder «Studierende», wie es in einer Mitteilung heisst. Immer noch weit über die Hälfte der Befragten schreiben wiederum die männliche und weibliche Form aus, indem sie zum Beispiel von «Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern» oder «Studentinnen und Studenten» sprechen (60 Prozent). Wiederum ein Drittel der Befragten wendet keine einheitlichen Regeln in ihrem Sprachgebrauch an (32 Prozent).

news aktuell Infografik Gendersprache_Scheiz deutsch


Weniger üblich sind sämtliche Binnen-Schreibweisen: Nur jede fünfte Medienstelle und PR-Agentur verwendet die Schrägstrich- oder Klammerschreibweise und schreibt zum Beispiel «Mitarbeiter/innen» oder «Mitarbeiter(innen)» (21 Prozent). Genauso viele Befragte halten sich an das sogenannte Binnen-I, indem sie MitarbeiterInnen oder StudentInnen schreiben (21 Prozent). Noch seltener ist das Gender-Sternchen. Nur 13 Prozent setzen das Sonderzeichen – etwa bei dem Wort Mitarbeiter*innen –, um geschlechtergerecht zu formulieren. Keinerlei Verwendung bei den PR-Schaffenden findet der Unterstrich (zum Beispiel Mitarbeiter_innen). Drei Prozent der Medienstellen und PR-Agenturen gendern überhaupt nicht. (pd/cbe)



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