«Knall im Kosmos», titelt der «SonntagsBlick» in der aktuellen Ausgabe. Der Schweizer Filmemacher Samir («Snow White») – eigentlich Samir Jamal Aldin –, der zusammen mit Buchhändler Bruno Deckert das Kulturhaus Kosmos im Zürcher Kreis 4 gründete, sei an der Generalversammlung der Kosmos-Aktionäre abgewählt worden. Die Stimmung an der GV sei «feindselig» gewesen, so der SoBli.
«Samir wurde nicht abgewählt, er wurde von den Aktionärinnen und Aktionären nicht wiedergewählt», heisst es in einer Stellungnahme der Kosmos-Kultur AG an persoenlich.com.

Am Donnerstag neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde ein Aktionär: der Multi-Lobbyist Edwin van der Geest, Senior Partner bei der Beratungsfirma Dynamics Group. Die Personalie ist laut SoBli «bemerkenswert», würde doch im Kosmos vorab das Kulturmilieu verkehren, van der Geest hingegen trete vor allem mit seinen Finanz- und Industrie-Mandaten in Erscheinung. Auch bei der «IG Freunde der NZZ» ist er engagiert. Gegenüber der Zeitung will sich van der Geest nicht über seine Rolle im Verwaltungsrat äussern.
Fast ganzer Verwaltungsrat neu besetzt
Das Kosmos hält in der Stellungnahme weiter fest: «Edwin van der Geest ersetzt nicht Samir. Der ganze Verwaltungsrat wurde neu besetzt, mit Ausnahme von Bruno Deckert.» Der Kosmos-Verwaltungsrat setzt sich somit neu so zusammen: Monika Binkert, Unternehmensberaterin, Organisationsentwicklung, Rechtsanwältin (neu); Mark Burkhard, Kosmos-Architekt, Aktionär (neu); Bruno Deckert, Mit-Initiant Kosmos, Aktionär (bisher), Isabelle Messerli, Betriebsökonomin, Verwaltungsrätin Restaurant EquiTable, Unternehmerin, Aktionärin (neu); Edwin van der Geest, Strategie- & Kommunikationsberater, Finanzchef Dynamics Group, Aktionär (neu). (cbe)

