15.09.2020

KS/CS Kommunikation

Ein Spitzenverband statt drei Sektionen

Die Mitglieder haben dem Präsidium den Auftrag erteilt, den Verband strategisch und organisatorisch neu auszurichten.

Am Freitag ging im Kulturhaus Kosmos die 95. Mitglieder­versamm­lung von KS/CS Kommunikation Schweiz über die Bühne. Unter den Teilnehmenden die Vertreter/innen aller wichtigen Branchenverbände. In einer kon­sultativen Abstimmung konnten die Mitglieder ent­scheiden, ob sie den Verband strategisch und organisatorisch neu ausrichten wollen. Mit grosser Mehrheit sagten sie dazu Ja, wie es in einer Mitteilung heisst. Sie erteilten dem Präsidium um Alt-Ständerat Filippo Lombardi damit den Auftrag, bis zur nächsten Mitgliederversammlung, die voraus­sichtlich im Mai 2021 stattfindet, einen kon­kre­ten Vorschlag auszuarbeiten.
 
Neuer Vorstand und breit abgestützter Beirat

Der provisorische Vorschlag sieht vor, die Verbandsstruktur stark zu vereinfachen. Anstel­le der bis­heri­gen Dachorganisation mit den drei unabhängigen sprachregionalen Sektionen soll ein einziger Spitzenverband für die gesamte Schweiz treten. Operativ geleitet werden soll er künftig von einem Vorstand mit 8 bis 12 Mitgliedern, die aus ihrer Mitte einen Präsi­den­ten für jeweils drei Amtsjahre wählen. Der bisherige Kommunikationsrat wird durch einen breit abgestützten Beirat ersetzt; anstelle des bisherigen Politikers an der Verbands­spitze sollen ihm mehrere Parlamentarier angehören.
 
Fokussierung auf drei Wirkungsfelder

Thematisch soll KS/CS Kommunikation Schweiz primär auf die Wirkungsfelder «Public Affaires», «Selbstregulierung» sowie die Stärkung der Akzeptanz der Kommunikations­wirtschaft fokussieren. Die bisherigen Themenbereiche Rechtsberatung und Weiterbildung werden im Spitzenverband künftig eine weniger prominente Rolle spielen.
 
Der Neupositionierung war eine monatelange Planung vorangegangen. Eine Taskforce unter Leitung von Peter Felser hatte im Auftrag des Präsidiums die Grundlage für die Neuausrichtung erarbeitet. In dieser Arbeitsgruppe hatten sich die wichtigsten Stake­holder von KS/CS – von LSA über SWA bis zum Verlegerverband Schweizer Medien – engagiert mit dem Ziel, den Dachverband für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen.  (pd/wid)



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