09.04.2015

Katholische Kirche Zürich

Ex-"Blick"-Journalist wird Sprecher des Synodalrats

Simon Spengler wurde von der Schweizer Bischofskonferenz gekündigt.

Der entlassene Sprecher der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), Simon Spengler, hat einen neuen Job: Er wird Kommunikationschef des Synodalrats der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Spengler tritt seine Stelle am 1. September 2015 an.

Als Glücksfall bezeichnet Synodalratspräsident Benno Schnüriger die Anstellung von Spengler, wie er am Donnerstag auf Anfrage sagte. Bereits vor längerem hatte der Synodalrat beschlossen die Kommunikation zu verstärken und 2014 das neue Ressort "Kommunikation und Kultur" geschaffen. Die erste Ausschreibung für die Leitungsstelle war aber erfolglos.

Nachdem Spengler im Februar von der SBK die Kündigung erhielt, ging der Synodalrat direkt auf ihn zu. Der 52-jährige Spengler wird Bereichsleiter des Ressorts "Kommunikation und Kultur", wie die Katholische Kirche im Kanton Zürich am Donnerstag mitteilte. Er wird das Kommunikationsteam des Synodalrats führen und ist verantwortlich für die interne und externe Kommunikation. Zu seinen Hauptaufgaben gehören die Entwicklung von Kommunikationsstrategien und die Beziehungspflege zwischen Körperschaft und Öffentlichkeit, wie es weiter heisst. Der Theologe und frühere "Blick"-Journalist war zuletzt Informationsbeauftragter der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und Sekretär der Medienkommission.

Anfang Februar kündigte die SBK das Arbeitsverhältnis mit Spengler - offiziell wegen Restrukturierung der Kommunikationsstelle. Die Kündigung warf aber hohe Wellen und nährte den Verdacht, der ehemalige "Blick"-Journalist sei zu fortschrittlich und zu offensiv gewesen. (sda)


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