Die Schweizerische Fussball-Nationalmannschaft ist am Dienstag in Zürich gelandet. Während der WM in Nordamerika hat das Team es bis in den Viertelfinal geschafft (persoenlich.com berichtete).
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Empfang auf Turbinenplatz: Fans bejubeln die Schweizer WM-Helden in Zürich. (Bilder: Matthias Ackeret)
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Ob die Nati für ihre sportliche Leistung oder eher für den Stil ihres Trainers in den USA in Erinnerung bleiben wird, ist offen. Denn Murat Yakin ist dank seines modebewussten Auftritts zu einer prominenten Figur in der WM-Sendung von Comedian James Corden geworden. Er sehe aus wie ein James-Bond-Bösewicht, scherzte Corden zum Beispiel. Der Schweizer Fussballverband (SFV) liess sich eine humorvolle Antwort einfallen: ein Video, in dem Yakin als stereotypischer Bösewicht inszeniert wird.
Herr Arnold, der bekannte Late-Night-Moderator und Comedian James Corden hat immer wieder in seiner WM-Sendung «After Hours» auf dem US-Sender Fox über Murat Yakins Stil gescherzt. Wie ist der SFV auf die Witze aufmerksam gemacht worden?
Wir beobachten mittels eines Medienspiegels täglich die nationale und internationale Berichterstattung über die Nati. Dabei sind wir auch auf die Scherze von James Corden aufmerksam geworden.
Wie haben Murat Yakin und das Team darauf reagiert?
Wir haben es alle mit Humor genommen und darüber gelacht.
Wie kam die Idee der Replik?
Der Produzent von James Cordens Show hat uns nach dem Sieg über Kolumbien eine Mail geschickt und angefragt, ob Murat als Gast in die Late-Show von James Corden komme. Das kam drei Tage vor dem Viertelfinal natürlich nicht infrage. So haben wir uns entschieden, eine kurze Videobotschaft zu senden.
Storytelling, Kameraführung und Setting: Das Video wirkt professionell. Wie viel Vorbereitung steckt dahinter?
Der Text war in dreissig Minuten geschrieben. Er entstand mit dem Fokus auf bestimmte Schweizer Werte, die gleichzeitig auch im Hinblick auf das Spiel Sinn ergeben. Einerseits geht es darum, dass wir präzise arbeiten, in der Abwehr verlässlich sind und hungrig auf den Sieg bleiben. Als Antwort auf das «Bösewicht»-Image sagt Yakin zudem, dass unsere einzige böse Absicht an dieser WM sei, Spiele gewinnen zu wollen. Mit einem Augenzwinkern folgt am Schluss der Hinweis, dass man sich auf dem Feld wiedersehen werde. Für den Aufbau des Settings im Materialraum des Teamhotels haben wir zwei Stunden gebraucht. Murat ist dann um 22 Uhr in den Materialraum gekommen und hat genau zwanzig Minuten gebraucht. Dann waren die Aufnahmen im Kasten.
«Der Materialraum des Hotels war wie gemacht für diese Videobotschaft»
Haben Sie mit einer Produktionsfirma gearbeitet?
Nein. Wir haben es einzig und allein mit unserem fünfköpfigen Kommunikationsteam der Nati umgesetzt.
Wo und wann wurde der Clip gedreht?
Im Materialraum unseres Teamhotels in Kansas City. Der Raum war so gross wie eine Lagerhalle. Er lag direkt neben dem Speisesaal und war wie gemacht für diese Videobotschaft.
Welche Feedbacks haben Sie zum Video erhalten?
Bisher sind die Reaktionen durchwegs positiv. Wir haben unzählige Feedbacks erhalten, aus der Schweiz, aber auch von ausländischen Fans und Medien. Die gesamte Aktion passt zu unserer Philosophie, die wir während der gesamten WM verfolgten: einerseits voller Fokus und harte Arbeit, andererseits die Freude darüber, an dieser WM dabei zu sein und Fussball spielen zu dürfen. Genau diese Haltung wollten wir mit dem Video zum Ausdruck bringen.
Credits
Gefilmt haben: Samy Ebneter (Nati-Contentproducer und Kameramann), Fabian Michel (Nati-Contentoroducer und Fotografen); Mitarbeit: Sergio Affuso (Media Officer), Nicolas Kränzle (Mitarbeiter Nati-Komm).

