25.06.2019

Verwaltungsrätin des Jahres

Ingrid Deltenre gewinnt einen Award

Die Verwaltungsrätin von Givaudan, BCV und Sunrise erhält eine in Zürich erstmals verliehene Auszeichnung.
Verwaltungsrätin des Jahres: Ingrid Deltenre gewinnt einen Award
Ist «Verwaltungsrätin des Jahres»: Ingrid Deltenre. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

Ingrid Deltenre hat am Montagabend im Lake Side in Zürich den erstmals verliehenen Award für die «Schweizer Verwaltungsrätin des Jahres» erhalten. Deltenre wurde aufgrund der Vielseitigkeit ihrer Mandate und ihren Qualifikationen sowie wegen der verantwortungsvollen Leitkultur, die sie fordert und vorlebt, gewählt. Organisiert wird der Award von Mercuri Urval, die Wahl erfolgt durch eine sechsköpfige Jury bestehend aus Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräten aus unterschiedlichen Branchen.

«Wir gratulieren Ingrid Deltenre herzlich zu dieser Auszeichnung», wird Peter Kurer, Verwaltungsratspräsident von Sunrise, in einer Mitteilung zitiert. «Sie ist aufgrund ihrer langjährigen und breiten Erfahrung in unterschiedlichen Organisationen und Unternehmen eine grosse Bereicherung für unseren Verwaltungsrat und hat bereits in ihrem ersten Jahr bei Sunrise viel bewegt. Sie ist ein Vorbild für alle Frauen und setzt sich auch bei Sunrise für die Frauenförderung ein.»

Deltenre ist seit April 2018 Verwaltungsrätin von Sunrise. Ihre berufliche Karriere startete sie als Generalsekretärin der Verbands Schweizer Presse und führte später fünf Jahre lang als Verlagsleiterin die Wirtschaftszeitung «Cash». Zwischen 2003 und 2009 war sie Direktorin des Schweizer Fernsehen (SF) und danach bis 2017 Generaldirektorin der Eurovision in Genf. Deltenre studierte in Zürich Pädagogik, Publizistik und biologische Anthropologie. Neben diversen Verwaltungsratsmandaten ist sie Präsidentin des Leitungsausschuss des Executive MBA der Universität Zürich und im Stiftungsrat der Schweizer Berghilfe tätig. (pd/cbe)

 



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

  • Miriam Zumbühl, 25.06.2019 22:44 Uhr
    Nichts gegen Frau Deltenre als solches, aber dass es inzwischen einen "Award für Verwaltungsräte" gibt, ist schon höchst fragwürdig. Aus folgendem Grund: Es gibt Leute, die erreichen in der Wirtschaft irgendwann einen Status, sodass sie nichts mehr "leisten" müssen, sondern nur noch zahlreiche Mandate sammeln und verwalten. Sie werden automatisch angefragt für diesen oder jenen Verwaltungsratsposten, oftmals nur, weil die Person gut fürs Image eines Unternehmens ist. Und weniger wegen eines ausserordentlichen Leistungsausweises. Egal, ob diese Verwaltungsräte in der Vergangenheit immer einen guten Job gemacht haben, oder nicht. Sie werden automatisch für Mandate angefragt, und sammeln diese auch eifrig. Diese "Kaste" gibt sich gegenseitig die Türklinken in die Hand. Und alle werden sie fürstlich finanziell entschädigt. Herr Kuster, der Verleiher des Awards, ist ein gutes Beispiel. Aber auch die Alt-Bundesräte, einen Jens Alder, eine Ingrid Deltenre und wie sie alle heissen ... Aber dass man diesen Leuten nun noch einen Award verleihen muss? Für was? Es sind all die Angestellten dieser Firmen, denen diese Verwaltungsräte vorstehen, die wirklich einen Award verdient hätten. Denn von den malochenden Angestellten kommt all die Kreativität, all der Einsatz, die Innovation, die viele Unternehmen weiterbringen. Und nicht von den gut bezahlten Verwaltungsräte, die das Ganze in ein paar wenigen Sitzungen pro Jahr "nur" verwalten, und meistens zu wenig nah am wirklichen Geschäft des jeweiligen Unternehmens sind.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang20190919

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.