27.05.2015

Fifa

Internationaler Kommunikationsevent am Zürichberg

Rund 150 Journalisten aus aller Welt sind angereist. Auch persoenlich.com war vor Ort.
Fifa: Internationaler Kommunikationsevent am Zürichberg

Die Schweiz im internationalen Scheinwerferlicht: Die Fifa informierte um 11 Uhr an einer Medienkonferenz, nachdem heute Morgen sechs Fussballfunktionäre von der Polizei aus dem Baur au Lac geführt und in Auslieferungshaft genommen wurden. Der Vorwurf: Sie sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben.

Sprecher Walter de Gregorio nahm zu dem Vorfall Stellung und wiederholte stets, dass die Fifa in diesem Fall die Geschädigte sei. Der Verband selbst habe dieses Verfahren mit einer Strafanzeige initiiert, fügte er an. Trotz der zurzeit schwierigen Situation sollen der anstehende Kongress und die Präsidentenwahlen wie geplant durchgeführt werden. "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", sagte de Gregorio.

Präsident Sepp Blatter selbst wagte sich nicht vor die Medien. Die Veranstaltung wurde live übertragen, mehrere Medien zeigten sie im Livestream, auch persoenlich.com. Der Medienaufmarsch auf dem Zürichberg war gross. Rund 150 Journalisten und Fotografen aus aller Welt waren da. Sie befanden sich derzeit aufgrund des anstehenden Kongresses in Zürich.

(Weitere Bilder von der Medienkonferenz finden Sie am Ende dieses Artikels)

Nach der Pressekonferenz kommt auf Twitter der Verdacht auf, der Vorfall könnte von der Fifa inszeniert worden sein. Medienjournalist Christof Moser twittert: "Die Fifa tritt als Geschädigte auf." Das rieche stark nach PR-Stunt. Newscron-Chef Peter Hogenkamp zieht den Vergleich zur US-Serie "House of Cards" und schreibt: "Wäre die Verhaftung inszeniert, hätte die Aktion Frank-Underwood-Niveau."

Der Vorfall gibt in den sozialen Medien auch Anlass zur Belustigung. Victor Giacobbo fordert "Freiheit für Sepp".

Bereits in den frühen Morgenstunden berichteten die Newsportale prominent über den Vorfall. Dutzende Journalisten und Fotografen versammelten sich vor dem Nobelhotel Baur au Lac. Der "Tages-Anzeiger" berichtet in einem Ticker über die Ereignisse und war mit einem Kamerateam vor Ort. Der "Blick" war nah dran und zeigte kurz nach der Meldung, wer die Verhafteten waren. Auch "20 Minuten" wusste schon bald, welche Fussballfunktionäre ausgeliefert werden sollen. Und auch bei der "NZZ" schaffte es der Vorfall auf Top-Position. Auch Fotografen waren bereits vor Ort. Der Zürcher Pascal Mora lieferte Bilder an die "New York Times".

Text: wid / Bilder: eh, ma



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