26.02.2016

SBB

Kunden fordern Gleichbehandlung

Wenn das Hakenkreuz-Sujet gestoppt wird, sollen die SBB auch bei SVP-Plakaten strenger vorgehen. Das fordern nun mehrere hundert Zugfahrer.
SBB: Kunden fordern Gleichbehandlung

Wegen verletzter Kundengefühle hatten die SBB die Werbeschaltung des Hakenkreuz-Sujets gegen die Durchsetzungsinitiative annulliert. Daraufhin echauffierten sich über die Social Media-Kanäle der Bundesbahnen zahlreiche Kunden: Die SBB würden die Gefühle ihrer Kunden nicht gleichwertig behandeln wenn sie bei bestimmten SVP-Kampagnen nicht dieselben Massnahmen ergreifen wie bei dem Hakenkreuz-Sujet.

So sind in den letzten Tagen via Facebook und Twitter mehrere Initiativen zustande gekommen, die von den SBB fordern, entweder auch künftige SVP-Plakate mit heiklen Inhalten aus den Bahnhöfen zu verbannen oder aber das Hakenkreuz-Sujet wieder zuzulassen.

«Ich würde mir wünschen, dass die SBB bei zukünftigen Abstimmungskampagnen den gleichen Massstab anwendet», sagt Matthias Bertschinger, ein Basler Jurist der an der Verbreitung der Forderung auf Facebook und Twitter beteiligt ist.

«Als die Hetz-Plakate der Anti-Minarett-Initiative in mehreren Schweizer Städten verboten wurde, hat dies die SBB auch nicht gekümmert. Die Empfindlichkeit bezüglich des nun von der SBB verbotenen Plakats zeugt von einer Doppelmoral», sagt Bertschinger gegenüber persoenlich.com

Bitte kurze Mitteilung an die SBB.Gleich lange Spiesse in der politischen Kommunikation.(Formluar ist unter "Kontakt" -Lob & Kritik)

Posted by Reda Philippe El Arbi on Freitag, 26. Februar 2016

Eine Online-Petition auf change.org verbuchte innerhalb von 48 Stunden 1'600 Unterschriften, einer Facebook-Gruppe mit dem Namen «So nicht, SBB» sind über 1'000 Menschen beigetreten. Michelle Rothen, SBB-Mediensprecherin spricht auf Anfrage von personelich.com von einigen hundert Rückmeldungen die über verschiedene Kanäle eingegangen seien. «Ein Grossteil der Absender wünscht, dass die SVP-Plakate eingestellt werden.» Darüber, wie viele Reklamationen die SBB zu einer Stornierung der Werbeschaltung der anti-DSI-Kampagne bewogen haben, gibt es keine Auskunft.

Bild: Keystone

 


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