«The Studio Brief» analysiert laut Eigenbeschreibung Kampagnen, öffentliche Wahrnehmung und strategische Kommunikation. In der ersten Ausgabe nimmt das David Schärer Studio die Kampagne gegen die Halbierungsinitiative unter die Lupe. Die Agentur war daran massgeblich beteiligt.
Die Initiative «200 Franken sind genug» wurde am 8. März 2026 mit rund 62 Prozent abgelehnt. In seiner Analyse beschreibt Studio DS die Ausgangslage als ungewöhnlich: Eine unveröffentlichte Umfrage habe sieben Monate vor dem Abstimmungstermin eine Zustimmung von 52 Prozent bei lediglich 4 Prozent Unentschlossenen gezeigt – eine Konstellation, die klassische Kampagnenlogiken herausforderte.
Das strategische Kernprinzip der Nein-Kampagne sei bewusst auf Verlustaversion ausgerichtet worden: Nicht die Leistungen der SRG sollten verteidigt werden, sondern deren möglicher Wegfall sichtbar gemacht. Visuell umgesetzt wurde dies mit dem Motiv der «Bildstörung».
Als eigentliche Kampagnenleistung bezeichnet «The Studio Brief» den Aufbau einer breiten, überparteilichen Allianz aus Parteien, Kulturschaffenden, Sportvereinen und Zivilgesellschaft. Dazu nennt das Studio eigene Mobilisierungszahlen: 1300 Testimonials, 1000 Personen in regionalen Komitees und rund 3 Millionen digital erreichte Personen. (pd/nil)

