01.02.2026

Brandkatastrophe

Parmelins Ansprache ist jetzt online

Der Bund hat die Neujahrsrede des Bundespräsidenten am Sonntag nachträglich veröffentlicht. Aus Respekt vor den Todesopfern und Schwerverletzten in Crans-Montana war auf die traditionelle Ausstrahlung am 1. Januar verzichtet worden.
Brandkatastrophe: Parmelins Ansprache ist jetzt online
Bundespräsident Guy Parmelin, hier während der Bundesratssitzung am 28. Januar, begab sich am 1. Januar nach Crans-Montana. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Der Bund hat am Sonntag die Neujahrsansprache von Bundespräsident Guy Parmelin nachträglich veröffentlicht. Aufgrund des tödlichen Brands in Crans-Montana am Neujahrstag wurde zuvor auf eine Publikation verzichtet (persoenlich.com berichtete).

Die Brandkatastrophe kostete 41 Menschen das Leben und forderte weitere 115 Schwerverletzte. Es handelte sich um eine der schlimmsten Tragödien in der jüngeren Geschichte der Schweiz. Angesichts dieses schrecklichen Ereignisses und aus Respekt vor den Opfern verzichtete Parmelin auf die Ausstrahlung des Textes. Am 9. Januar fand ein nationaler Trauertag im Gedenken an die Opfer des Unglücks statt.

Die Ansprache hätte traditionsgemäss am Mittag des 1. Januars ausgestrahlt werden sollen, schrieb der Bund am Sonntag. Der Text werde dennoch archiviert, um als lebendiges Zeitzeugnis zu dienen.

In seiner Ansprache wäre Bundespräsident Parmelin auf die globalen Herausforderungen der letzten Jahre eingegangen. Die Gesundheitskrise, Unsicherheiten bei der Energieversorgung, der Krieg in der Ukraine und neue wirtschaftliche Spannungen hätten vieles verändert.

«All das kann beunruhigen – besonders, wenn dazu persönliche Sorgen, Rückschläge oder das Leid anderer Menschen kommen», so Parmelin. «Diese Gefühle sind verständlich.» Es gehe nicht darum, Probleme kleinzureden, sondern darum, im Gespräch zu bleiben. Dialog schaffe Vertrauen und das sei der erste Schritt zu Lösungen. (sda/cbe)


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