Die Aargauer Polizei will künftig ihre Communiqués vorsichtiger formulieren, wenn es um Drogenschnelltests nach Unfällen geht. Auslöser dafür war eine Polizeimeldung über einen 14-jährigen Töffli-Fahrer, der im August in Gontenschwil in einen Unfall verwickelt war.
Die Polizei schrieb in ihrer Medienmitteilung, dass der Drogenschnelltest beim Jugendlichen positiv ausgefallen sei. Daraufhin wandte sich der 14-Jährige an die regionalen Medien und beteuerte, dass er noch nie in seinem Leben Drogen genommen habe. Tatsächlich ergab die Auswertung der Blut- und Urinprobe ein negatives Ergebnis bezüglich Drogen. Die Polizei musste sich beim Betroffenen und dessen Familie entschuldigen.
Als Konsequenz daraus will die Polizei künftig über Drogenschnelltests sowie Blut- und Urinproben bei Jugendlichen unter 16 Jahren keine Angaben mehr machen. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Aargauer Regierung auf eine FDP-Interpellation hervor.
In allen anderen Fällen will die Polizei in ihren Medienmitteilungen aus präventiven Gründen weiterhin über positive Alkohol- und Drogentests schreiben. Beim Verdacht auf Fahren unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss werde aber künftig explizit erwähnt, dass ein allfälliger Führerausweisentzug vorläufiger Natur sei. (sda)

