21.09.2005

Österreich

PR-Branche rechnet mit Aufschwung

Kundenbindung und Personalentwicklung als Herausforderungen.

Die österreichische PR-Branche rechnet im laufenden Jahr mit deutlichen wachsenden Honorarumsätzen. Ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg seien eine verstärkte Kostenkontrolle und die systematische Entwicklung des New Business. Zu diesen Ergebnissen kommt der PR-Monitor 2005, eine Branchenumfrage des PR Verbandes Austria, der PR Group Austria und PicewaterhouseCoopers. Die grössten Herausforderung der PR-Branche sind die Personalentwicklung, Kundenbindung und das Gewinnen von neuen Kunden.

Nachdem das vergangene Jahr den befragten Agenturen ein durchschnittliches Honorarzuwachs von vier Prozent gebracht hat, fallen die Erwartungen für 2005 noch positiver aus. "Die Zeichen stehen auf Wachstum. Fast Ein Drittel der Agenturen rechnet mit einem Plus von mehr als zehn Prozent", erklärt Brigitte Mühlbauer, Geschäftsführerin der PR Group Austria.

Die verbesserte wirtschaftliche Situation ist in erster Linie auf eine verstärkte Kostenkontrolle und die Entwicklung des New Business zurückzuführen. "Das Betriebsergebnis hat sich bei den befragten Agenturen zwischen 2003 und 2005 um mehr als 50 Prozent verbessert, auch die Eigenkapitalausstattung ist mit durchschnittlichen 56 Prozent deutlich gestiegen", erklärt Johannes Mörtl von PWC.

Impulse für den wirtschaftlichen Erfolg sehen die Befragten im Cross-Selling, der Entwicklung neuer Produkte, der Ausweitung des Leistungsangebotes und einer klaren Positionierung. Insgesamt ist der Markt kompetitiver geworden, die Agenturen müssen nun ein stärkeres Profil entwickeln", so Peter Hörschinger, Leiter der Agenturgruppe des PRVA, gegenüber pressetext.

Ein Ausdruck dafür sei auch die wachsende Anzahl CMS-zertifizierter Agenturen und die zunehmende Spezialisierung. "Ein Aspekt der Kundebindung sind auch unentgeltliche Zusatzleistungen", sagt Hörschinger. Zwei Drittel der Agenturen sehen diese als problematisch an. "Diese Services gibt es schon lange, die Unternehmen trauen sich nur offener danach zu fragen. Im Endeffekt ist es aber billiger als einen neuen Kunden anzuwerben", so Hörschinger im pressetext-Gespräch.

Im Bereich der Human Resources ist konkreter Handlungsbedarf gegeben. "Das PR-Geschäft ist ein sehr persönliches. Mit Personen wechseln auch immer wieder Etats. Die Agenturen schenken einer systematischen Personalentwicklung immer mehr beachtung", so Mühlbauer. Die Kosten für fix angestellte Mitarbeiter sind von 2003 bis 2004 um sieben Prozent zurück gegangen, die Ausgaben für Teilzeit-Mitarbeiterinnen und Aushilfen sind um 23 Prozent gestiegen.



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Zum Seitenanfang20210307

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.