Am Montagabend fand in Paris die Verleihung des Ballon d’Or statt. Dabei wurden die besten Fussballerinnen und Fussballer ausgezeichnet. Auf die aktuelle Ausgabe hin hat die Ringier Sports Media Group (RSMG) die seit 1956 bestehenden Auszeichnung modernisiert. Das teilte das Unternehmen am Montag mit.
RSMG wandelte den Ballon d'Or von einer physischen Veranstaltung in eine ganzjährige digitale Plattform um. Diese soll mehrsprachig zugänglich sein und eine verbesserte Nutzererfahrung bieten. Fans erhalten dabei erstmals die Möglichkeit, aktiv am Auswahlprozess teilzunehmen.
Die Fans können mitentscheiden
Dazu verwendet die RSMG ihre Plattformen Sportal365 und Fans United. Als Teil der Digitalisierung wird das bisherige Auswahlverfahren durch internationale Sportjournalisten ab 2025 um eine öffentliche Abstimmung ergänzt.
Sportal365 ist ein modulares Content-Management-System für digitale Sportinhalte. Es ermöglicht die mehrsprachige Verbreitung von Inhalten über verschiedene Kanäle und verfügt über integrierte KI-Funktionen. Fans United stellt interaktive Fan-Engagement-Funktionen bereit.
«Mit der Einführung der öffentlichen Abstimmung schlagen wir ein neues Kapitel auf», wird Rolf Heinz, CEO der L'Équipe-Gruppe, in der Medienmitteilung zitiert. L'Équipe organisiert als Tochter der Groupe Amaury den Ballon d’Or,
Stilian Shishkov, Managing Partner der RSMG, bezeichnete die Partnerschaft als «wichtigen Meilenstein». Sie bestätige die Stärke der eigenen Technologie und das Vertrauen in die langfristige Strategie.
Die 2022 gegründete RSMG betreibt sieben Sportmarken in sieben europäischen Ländern und erreicht nach eigenen Angaben monatlich über 30 Millionen Sportfans. Das Unternehmen hält Beteiligungen an der LiveScore Group und hat Joint Ventures mit DPG Media und der neu gegründeten RSMG Kicker Schweiz AG. (pd/nil)

