18.08.2013

CVP

Schweiz muss sparen und stellt Parteimagazin ein

Über ein Nachfolgeprojekt sei noch nichts entschieden.

In drei Wochen erscheint die letzte Ausgabe der Zeitschrift "Die Politik", dem Parteiblatt der CVP. "Wir haben das Magazin sistiert, vor allem aus Kostengründen", sagt Pirmin Bischof, Solothurner CVP-Ständerat und im Parteipräsidium für die Finanzstrategie zuständig, der "NZZ am Sonntag". "Die Politik" wurde 2006 als Wahlkampfvehikel lanciert, seit 2009 erscheint sie als Magazin. Über ein Nachfolgeprojekt sei noch nicht entschieden, sagt Bischof, es brauche dafür eine günstigere Produktionsweise.

Das Beispiel zeigt: Die CVP Schweiz ist nicht auf Rosen gebettet. "Die Finanzen sind knapper", sagt die Luzerner Nationalrätin und CVP-Vizepräsidentin Ida Glanzmann der "NZZ am Sonntag". "Von der Wirtschaft und ihren Verbänden Geld für die Parteiarbeit zu erhalten, ist schwieriger geworden.". Sie spricht damit offen an, was andere Parteikader nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Die CVP Schweiz kann zwar ihre laufenden Kosten decken. Doch zwei Jahre vor den nächsten eidgenössischen Wahlen müsste die Partei auch Reserven äufnen, was ihr Mühe bereitet. "Unser Ziel ist, schon jetzt Rückstellungen für den Wahlkampf zu machen, aber es ist sehr schwierig", sagt Glanzmann. Konservative Kräfte in der CVP kritisieren, die CVP-Bundeshausfraktion sei keine verlässliche Partnerin der Wirtschaft mehr. Sie nehmen der Partei und ihrer Bundesrätin Doris Leuthard die Entscheidungen für den Atomausstieg, den milliardenschweren Ausbau der Bahninfrastruktur und die geplante Verteuerung des Benzins übel. Auch die CVP-Wahlhilfe für die heutige Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hallt bei stramm Bürgerlichen noch nach. (NZZaS)


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