30.08.2019

Nachhaltigkeit

SRG will sich nicht zum Energie-Sparen verpflichten

Sie leiste auf andere Weise ihren Beitrag, findet die SRG. Wie weitere staatsnahe Betriebe soll die SRG nach Ansicht des Bundes Teil seiner Energiesparinitiative werden.
Nachhaltigkeit: SRG will sich nicht zum Energie-Sparen verpflichten
Die Vermittlung von Hintergründen zum Thema Klima sei ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz, findet die SRG. (Bild: SRF/Urs Gilgen)

SBB, Swisscom, Post, ETH, Suva, der Flughafen Genf oder generell die zivile Bundesverwaltung: Diese Unternehmen haben sich in einer gemeinsamen Absichtserklärung zu mehr Klimaschutz bekannt. Laut einem Artikel im «Tages-Anzeiger» ist es das Ziel, bis 2020 die Energieeffizienz gegenüber dem Niveau von 2006 um 25 Prozent zu steigern.

Prominente Abwesende sei die SRG. Der Bundesrat will das ändern und sich dafür einsetzen, dass das Medienhaus sich ebenfalls zu dieser Initiative bekennt. Das zeigt laut Tagi eine Antwort der Landesregierung auf einen Vorstoss von Nationalrätin Martina Munz.

Den Grund für das Fernbleiben der SRG ortet der Tagi im Finanziellen. SRG-Sprecher Edi Estermann hingegen nennt aus seiner Sicht wichtigere Gründe: «Entscheidend war vielmehr, dass sich die Umweltindikatoren der SRG insgesamt merklich positiv entwickelt haben.»

Die SRG pflege auch so einen verantwortungsvollen Umgang mit Energieressourcen. «Im Übrigen leisten unsere Sender mit regelmässigen thematischen Schwerpunkten, der Vermittlung von wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Hintergründen und durch das Aufzeigen der komplexen Zusammenhänge zum besseren Verständnis und der thematischen Sensibilisierung einen wesentlichen Beitrag.»

Gegenüber dem Tagi nennt Estermann einige Kennzahlen: Stromverbrauch: minus 7 Prozent gegenüber 2012. Papierverbrauch: minus 39 Prozent. Geschäftsbedingte Autofahrten: minus 20 Prozent. Seit diesem Jahr stamme der Strom zu hundert Prozent aus erneuerbarer Energie, so der SRG-Sprecher. Auch verfüge die SRG mit dem Bund über eine «Universalzielvereinbarung», die festlege, wie hoch der Energieverbrauch in zehn Jahren noch sein dürfe.

Neben der SRG ist mit der Ruag eine weitere staatsnahe Akteurin nicht Mitglied der Energiesparinitiative des Bundes. (eh)

 

 

 



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