Das Schicksal der Schweizer Traditionsbank Credit Suisse ist definitiv besiegelt. Auch das Schweizer Geschäft der CS wird vollständig in die UBS integriert. Rund 3000 Menschen verlieren hierzulande ihren Job.
Noch bis zuletzt hatten viele Schweizerinnen und Schweizer gehofft, dass die Marke «Credit Suisse» in irgendeiner Form – etwa als eigenständige CS Schweiz – doch noch überleben könnte. Doch die Integration der CS Schweiz sei ganz klar «bei weitem» die beste Lösung, betonte Konzernchef Sergio Ermotti am Donnerstag vor Analysten und Medienvertretern mehrfach.
Sein Team habe acht sehr intensive Wochen hinter sich. Es seien alle möglichen Szenarien geprüft worden: ein Börsengang, eine komplette oder teilweise Abspaltung, eine Doppelmarke, ein Verkauf und eben eine vollständige Integration. Letzteres sei am Schluss die einzige Option gewesen. «Allein wäre die CS Schweiz nicht überlebensfähig gewesen», so Ermotti.
Die Investoren scheint das zu überzeugen. Die Aktien legen am Donnerstag um 6,1 Prozent auf 23,50 Franken zu und kosten damit wieder so viel wie letztmals 2008. Mit einem Plus von fast 30 Prozent in diesem Jahr lassen die Titel auch die anderen SMI-Werte weit hinter sich zurück. (awp/sda/cbe)

