19.01.2020

Credit Suisse

Verhältnis zur NZZ verschlechtere sich

Die NZZ und die Credit Suisse hätten sich entfremdet, schreibt die «SonntagsZeitung». Die NZZ habe keinen privilegierten Zugang zur Chefetage mehr. Während einem Interview sei es 2015 zu einem Eklat gekommen. Tidjane Thiam sei laut geworden.

Das Verhältnis zwischen der Grossbank Credit Suisse und der Traditionsinstitution NZZ sei auf einem Tiefpunkt. Die «SonntagsZeitung» (SoZ) schildert in ihrer aktuellen Ausgabe ausführlich, wie die NZZ kritischer als auch schon über die CS schreibt. Das Blatt habe kurz vor Weihnachten beispielsweise in der CS-Beschattungsaffäre einen Primeur veröffentlicht. Zudem fordere die NZZ-Redaktion mehr oder weniger explizit den Rücktritt der CS-Chefs. Das sei «wohl einmalig in der langen Geschichte der beiden Zürcher Institutionen», so die SoZ.

Thiam habe nach seiner Berufung als CS-CEO der NZZ den privilegierten Zugang zur Chefetage gestrichen, Interviewanfragen seien abgelehnt worden. Zu einem «eigentlichen Eklat» sei es 2015 gekommen. Als die NZZ-Journalisten Thiam während eines Interviews Fragen zum Aktienkurs gestellt haben, soll Thiam laut geworden sein. Das Interview sei abgebrochen worden. Seither ist, so die SoZ, «nichts mehr wie vorher». 

Früher sei solche Kritik von der NZZ an der Credit Suisse undenkbar gewesen, denn die personellen Verflechtungen seien zu eng gewesen.

Heute sei das anders. CS sei darüber hinaus auch nicht mehr auf die NZZ angewiesen, denn bei der Grossbank hätten nicht mehr die Anleger aus der Schweiz das Sagen, sondern ausländische Investoren aus Katar, Saudiarabien, Norwegen und der USA. (eh)



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