Nach intensiven zweijährigen Verhandlungen hat der Verband der Schweizer Druckindustrie (VSD) den Fusionsprozess mit Dpsuisse (früher Viscom) gestoppt, wie der VSD am Montag mitteilte. «Die kürzlich unterbreitete neue Offerte von Dpsuisse widerspricht der ursprünglichen gemeinsamen Idee eines Zusammenschlusses diametral», wird VSD-Präsident Markus Staub in einer Medienmitteilung zitiert. «Unsere Mitglieder hätten der Fusion in der von Dpsuisse vorgeschlagenen Form an der Mitgliederversammlung vom 7. September niemals zugestimmt.»
Lange und intensive Verhandlungen ohne Erfolg
Der Entscheid sei einstimmig gefallen: Der VSD-Vorstand habe gemäss Mitteilung das Gefühl, dass die Ideen und Innovationen des VSD bei Dpsuisse unerwünscht seien. Das zuletzt unterbreitete Angebot seitens Dpsuisse widersprach früheren Abmachungen und wäre den VSD-Mitgliedern nicht gerecht geworden. Die Vorstandsmitglieder seien enttäuscht, dass die langen und intensiven Verhandlungen zu keinem Erfolg geführt haben.
Gleichwohl stellt sich der VSD für die Zukunft neu auf, heisst es weiter. Angedacht sei die Integration des Fachverbands PublishingNetwork auf partnerschaftlicher Basis. Der VSD wird seinen Mitgliedern an der Generalversammlung im September einen entsprechenden Antrag präsentieren. Geplant sei, zusammen mit den Mitgliedern ein Angebot für die drei Standbeine Publishing, Printing und Packaging zu erarbeiten und weiterzuentwickeln. (pd/yk)

