Der Entscheid sorgte nachträglich für jede Menge Spott. Sogar die Vegetarier wurden auf den Plan gerufen! Diese fanden das Wurst-Plakat alles andere als lustig. Umfragen machten nachträglich bewusst, dass die Aussage des Plakates – der Gag – nicht verstanden wurde. SPD-Generalsekretär und Wahlkampfleiter Michael Groschel rechtfertigte die Aktion: „Wer sich auf das Netz einlässt, muss mit dem Ergebnis leben“. Die SPD hat etwas erreicht: Eine Menge Aufmerksamkeit. Das Plakat ist überall im Gespräch. Zwei Studenten aus Tübingen hatten das Motiv vorgeschlagen. Als Preis dürfen sie nun mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dinieren. Ob's da wohl Currywurst zu essen gibt? fragt die „Bild“-Redaktion.
Was ich von dieser Aktion halte: Auch bei diesem Kampfplakat erwarte ich Antworten auf die Fragen: Welches ist die Kernbotschaft? Wird sie verstanden? Was bezweckt diese Aktion? Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Profi-Werber glücklich ist, wenn sein Plakat falsch verstanden wird und seine Aktion nicht dazu beiträgt, Stimmen zu gewinnen. Ein Selbstversuch lohnt sich. Zeigen Sie in Ihrem Bekanntenkreis dieses Plakat und sammeln Sie die Reaktionen oder Antworten. Sie werden bei dieser Gaga-Aktion einmal mehr feststellen: Aufmerksamkeit wecken allein genügt leider noch nicht! In meinem Bekanntenkreis kam jedenfalls das Plakat schlecht an.
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Aufmerksamkeit allein genügt noch nicht