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Damit man sich nicht verrennt

Jan-Hendrik Rauh

Für viele Unternehmen ist der Aufbau eigener Fachabteilungen oder die Beschäftigung unternehmenseigener Experten nicht in allen Leistungsbereichen wirtschaftlich rentabel. Unternehmen ohne grosse Erfahrung im E-Commerce stehen deswegen vor der Herausforderung, wie fehlende personelle, zeitliche und fachliche Kompetenzen gebildet werden können. Klassisch gesehen stehen hier zwei Optionen zur Verfügung: Zum einen der eigene Aufbau («make»), zum anderen der externe Bezug der Leistung («buy»).

Ist die Strategie, alles selbst zu machen, laufen im Shop-Betrieb unerfahrene Unternehmen schnell in die Gefahr, sich zu verrennen. Alle relevanten Themenfelder wie Einkauf, Sortiments-, Artikel- und Kundenmanagement, Rechnungsmanagement, Online-Marketing, Wartung, Betrieb und Hosting erfordern nicht nur Zeit, sondern auch Know-how. Zudem bleibt bei zu viel operativer Arbeit ein sehr entscheidender Baustein unbeachtet: Die Skalierung des Online-Geschäfts durch Optimierungen von Prozessen und Vermarktung des Shops.

Um diese Gefahr zu überbrücken, bietet sich das Outsourcing des Shopmanagements an. Das Ziel: Als Shopbetreiber durch die Kompetenz von im Shopmanagement erfahrenen Spezialisten alle Erfolgspotenziale des digitalen Vertriebs gänzlich und nicht nur partiell maximieren. Interessant sind vor allem Full-Service-Lösungen, die sich sowohl mit der Beratung und der strategischen Konzeption als auch dem Benchmark beschäftigen. Zudem können sie auch die Entwicklung eben dieses Konzeptes und das Management des Shops übernehmen: Sortimentsaufbau, Content-Pflege sowie die gesamte Klaviatur des operativen Online-Marketings (SEO,SEA, Social-Media, E-Mail-Marketing) und Kundenbindung.

Das Outsourcing des Shopmanagements gilt vor allem als interessante Alternative für kleine bis mittlere Shops und Hersteller, die keine Infrastruktur und wenig Know-how besitzen. In diesem Fall ist es besser, sich auf die eigenen Kernkompetenzen zu beschränken (zum Beispiel Produktentwicklung und Produktion) und sich nicht mit unrentablen Dingen zu belasten.

Die Auslagerung der E-Commerce-Prozesse kann und soll vor allem dazu beitragen, wirtschaftlich sinnvoller zu handeln. Für den ausgewählten Dienstleister bedeutet das, dass er dem Shopbetreiber durch richtige Strategie und Massnahmen Zeit und Geld spart sowie Ertrag bringt. Bei der Auswahl eines Spezialisten gilt es demnach einiges zu beachten: Wird beispielsweise die reine Manpower oder ein langfristiger Sparringpartner gesucht? Soll die Dienstleistung konzeptioneller Natur oder operativ sein? Grundsätzlich sind Shop-Betreiber besser damit beraten, eine langfristige Bindung mit einem Dienstleister einzugehen, um eine qualifizierte Begleitung entsprechend ihres Businesses zu erhalten. Besonders für den KMU-Sektor gilt zudem bei der Agenturwahl die Grösse im Verhältnis zur eigenen Unternehmung zu berücksichtigen, um nicht als Nebensächlichkeit gehandelt zu werden.



Jan-Hendrik Rauh ist Geschäftsführer von Löwenstark Digital Solutions. In Zürich unterstützen Spezialisten seit 2013 Unternehmen bei der Etablierung von digitalen Strategien.

Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.

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