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Open Airs ohne Stars

Pierre Rothschild

Noch hat Corona die Schweiz fest in der Hand. Der Alltag findet auf Sparflamme statt und keiner weiss, was im Sommer bei uns normal ist und was nicht. Dass die Veranstalter der grossen Open Airs erneut enttäuscht sind, dass die Mega-Events nicht stattfinden, ist klar. Zehntausende von Musikfans sind traurig, dass sie auf dem Gurten und im St.Galler Sittertobel ihre tollen Tage nicht feiern können. Diese zwei Festivals sind schon abgesagt.

Nationale, statt internationale Stars?

Aber eine Seite wird von den Festival-Machern nicht kommuniziert: Welche Top-Stars wären überhaupt angereist? Die Festivals haben über Preise und Daten informiert. Aber nicht über die grossen Stars. Denn diese dürfen und können gar nicht anreisen.

Die Grossen der Branche haben Management-Verträge, die aus Eisen sind. Länder mit Bürgerkrieg? Nein. Länder mit dubiosen Regierungen? Nein. Und eine Pandemie schliesst alle internationalen Aktivitäten aus. Klar kann man mit Schweizer Stars wie etwa Pegasus oder Gölä viel Umsatz machen. Aber für wenige Konzerte, nicht für ein Festival. Gölä und Trauffer hätten letztes Jahr im Letzigrund 50’000 Zuschauer gehabt, hätten…

Beide Seiten zeigen 

So sehr man den Open-Air-Teams Glück und Erfolg wünscht: Sie sollen beide Seiten der Medaille zeigen. Die Lage hier und die Lage für die internationalen «Bookings». Beides kann momentan nicht gehen. Leider.

Die Infrastruktur der Festivals ist gigantisch. Hunderte von jungen Leuten helfen und haben einen Sommer-Job, die Sponsoren ein ideales Umfeld. Und junge Leute die Freiheit, die sie in diesen Monaten so dringend gebraucht hätten.


Pierre Rothschild ist freier Medienunternehmer in Zürich in den Bereichen Filmproduktion und Presse.

Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.

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