In der Diskussion um die neuen SRF-Signete stellt sich die Frage, warum die Verantwortlichen keinen umfassenderen Wechsel anstrebten. Warum wurde die alte Musik noch einmal verwendet? Ein Beispiel, wie eine radikalere Änderung hätte aussehen können, liefert das ZDF-"Heute Journal". Das Signet der deutschen Newssendung wird immer wieder als "State-of-the-Art"-Beispiel genannt. Auch hier erhält die Weltkugel einen prominenten Platz. Besonders auffällig: Der sehr grosszügige Raum wird vollständig ausgenutzt, der Tiefeneindruck durch die animierten Linien verstärkt. Die Musik fällt dezent aus. Ausgeprägt ist die Betonung des Sekundenrhythmus, welche beim Zuschauer ein Gefühl von gespannter Erwartung auf die Sendung erzeugt. Als Symbol für Aktualität und Dynamik werden ausgewählte Tickernachrichten und die Schlagzeilen der Sendung eingeblendet. Dabei sind bereits im Opener die Moderatoren zu sehen. Dieser geschickt gelöste Einbezug der "Tagesschau"-Identifikationsfiguren bewirkt, dass der Schnitt zur Moderation fliessend ausfällt.
Zurück zur Frage: Warum fällt das Redesign bei SRF so bescheiden aus? Wahrscheinlich hat man gegen einen radikalen Wechsel entschieden, weil die Verantwortlichen nicht den Eindruck von Protzerei erwecken wollten. Dies ist nach Ansicht von Design-Experte Marco Fumasoli auch gelungen. Im Gegenteil: Er sieht dem neuen SRF-Signet an, dass beim Unternehmen "ein gewisser Spardruck, der vorzuherrschen scheint".
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: Trend im modernen Newssendungsdesign